Monats Herausforderung für Februar/März 04
Gemeinsame Challenges
Beendet Dezember 2008
A-Team Fanfiction ~Titel~ (weiss ich ja noch nicht...!) by Airfish
Hannibal gähnte und schlug mit der flachen Hand auf den lärmenden Wecker. ,Unglaublich, dachte er,,warum, in alles in der Welt habe ich dieses Treffen so früh morgens angenommen?'
Es war 5:00h und er hatte noch etwa eine Stunde Zeit, um zum Hafenanleger zu kommen. Eine junge Frau hatte ihn am Vortag angerufen und um ein Treffen gebeten. Es ginge um ihre sechsjährige Tochter, die entführt worden sein sollte. Da sich die Frau jedoch illegal in den Vereinigten Staaten aufhielt, konnte sie sich nicht an die Behörden wenden. Die Dame hatte ihren Namen nicht genannt und strikt darauf bestanden, Hannibal alleine zu treffen. Face, BA und Murdock waren von der Idee ganz und gar nicht begeistert gewesen. Auch Hannibal hatte ein unangenehmes Gefühl in der Magengrube. Warum unbedingt der Hafen? Das war ungefähr der unübersichtlichste Platz der ganzen Stadt. Das Team hatte gesagt, dass er auf gar keinen Fall alleine zu dem Treffen gehen würde, es könne gut eine Falle sein. Hannibal verstand ihre Bedenken, aber andererseits wollte er auch keine potentiellen Klienten vergraulen, es stand zur Zeit mit Aufträgen nicht so gut wie gewöhnlich. Er würde Face und BA einfach nicht wecken und zum Treffen mit der Frau gehen.
Als er aufstand, um sich fertig zu machen, hörte er in der Küche Jemanden rumoren. Hannibal sah nach und war nicht einmal überrascht, Face zu sehen. Er stand am Herd und machte Rühreier. Hannibal stellte fest, dass Face im Gegensatz zu ihm selbst putzmunter aussah.
"Morgen, Colonel!" grüsste ihn Face grinsend.
Hannibal schüttelte den Kopf.
"Lieutenant, seit wann sind sie ein Frühaufsteher?" ging er auf die Militärbezeichnung ein.
"Seit du unsere Treffen mit Klienten mitten in die Nacht legst!" lachte sein junger Lieutenant.
In diesem Moment kam BA schlechtgelaunt in die Küche geschlurft.
"Guten Morgen, BA! Gut geschlafen?" erkundigte sich Hannibal.
BA knurrte nur etwas Unverständliches. Face zuckte die Schultern.
"Ich gehe mal davon aus, dass ich nicht alleine zu dem Treffen gehen werde, was?" seufzte Hannibal.
"Was denkst du denn, Fool?" BA war mittlerweile aufgewacht. "Ich habe keine Lust, dich aus irgendeinem verdammten Gefängnis befreien zu müssen..."
Der Colonel lachte. Es war doch irgendwie schön, so ein fürsorgliches Team zu haben.
Wenige minuten später, nachdem sie die Rühreier gefrühstückt hatten, verliessen die drei Männer das Apartment, stiegen in den schwarzen Van und starteten in Richtung Hafen...Bigboss hat den nächsten Beitrag geschrieben:
Im Hafen angekommen hielt B.A. in Deckung vor dem Treffpunkt und ließ Face aussteigen der sich auf einem Gebäude verschanzen wollte. B.A. fuhr weiter und parkte den Van. Hannibal machte seine Pistole schussbereit und gab B.A. eine der Ruger Sturmgewehre. Hannibal stieg aus ging zum vereinbarten Treffpunkt dort wartete er auf die Frau die er nicht kannte. Nach etwa 10 Minuten Wartezeit bemerkte er das sie kam aus Südlicher Richtung uns sie war nicht allein. Sie war in Begleitung der MPs. Er rannte sofort weg und versteckte sich. Als die MPs bei Hannibals Treffpunkt ankamen, sie hatten ihn nicht gesehen, fragten sie die Frau warum Hannibal Smith der Anführer des A-Team nirgends zu sehen sei. Nach kurzer Wartezeit verschwanden sie und Hannibal ging zu B.A. der im Wagen wartete, gemeinsam holten sie dann Face ab und fuhren zurück zu ihrem Versteck. Dort legten sie sich erst wieder ins Bett und besprachen dann bei einem 2. ten Frühstück wie es jetzt weitergehen sollte, da durch zu wenige Aufträge das Geld so langsam knapp wurde. Face schlug vor in den „Bauernzeitschriften“ Leute zu suchen die irgendwelche Probleme haben die das A-Team beseitigen kann. Kurz darauf wurde er fündig…
Ltnd. Faceman hat den nächsten Beitrag geschrieben:
„S.O.S. - Älteres Farmerpaar in Staate Montana braucht Hilfe. Da ich der Sheriff körperlich nicht mehr konnte habe ich mich nun als Rancher versucht. Seitdem herrscht hier nun das Gesetz des Stärkeren! Wir suchen ein paar mutige Cowboys, die sich von Schlägertypen nicht einschüchtern lassen, bzw. einen Sheriff und einen Hilfssheriff, da in unserer Stadt nur noch das Unrecht regiert! Biete dreißig Prozent Umsatzbeteiligung an der Rinderranch, wenn jemand unsere Stadt und Farm vor den Banditen rettet! Bitte nur ernst gemeinte Vorschläge! Bitte anrufen um sich persönlich zu treffen, Tel ……“
„Mensch, Hannibal, das klingt doch gut! Stell dir vor gemütlich über die Wiesen ziehen, auf den Pferderücken, das wäre doch was, neben bei ins Geschäft der Rinderzüchter einzusteigen, das Rind hat im Moment, den Wert von … Laß mich mal nachrechnen bei einem Lebendgewicht von…!“,sagte Face aufgeregt.
„Du, spinnst jetzt wohl auch noch! Ich bin kein Farmer!“, erwiderte B.A. leicht gereizt, bei dem Gedanken, als Farmer sein weiteres Lebens zu fristen.
„Ja, Murdock würde begeistert sein! B.A. denke doch mal daran, saubere Landluft, nette Nachbarn, die vielleicht, den besten Apfelkuchen backen und…!“, fing Faceman zu schwärmen an. „Ja und der Gestank der Kühe und der Mist den du dann aus dem Stall kratzt, da würde ich gerne mal sehen!“, knurrte Baracus sehr genervt, über die Vorstellung seines Freundes.
„Ja, steht denn in der Annonce etwas von einer lieblichen Bauerntochter, oder warum ist plötzlich Face so verrückt, hinter dem Landleben her!“, feixte Hannibal sich eins.
„Colonel, Du weißt ich würde doch nie …“ , setzte Face äußerst empört an.
„Jaja, wir wissen das schon, natürlich würde unser Faceman, nie persönliches…“, setzte er zur Antwort an. Brach dann aber plötzlich ab, setzte erneut nach einen belustigen Blick auf den leicht erröteten Faceman an: „Aber wenn ich das so recht betrachte, dass die sich so für ihre Stadt einsetzen und außerdem würde ich gerne mal Face in Stallkluft sehen, wenn er den Stall dort ausmisten muss, dass wäre die Sache schon alleine …!“, er kam nicht zu Ende. Da er den wütenden Blick seines Freunde sah, während B.A. aussah als hätte er sich auf diesem Anblick schon immer gewünscht und erwartet!Starbuck: hat den nächsten Beitrag geschrieben:
„Immerhin wärst du heute der MP ins Netz gegangen, wenn wir nicht schon so etwas geahnt hätten“, rechtfertigte sich Face mit dem Versuch, das Thema zumindest ansatzweise in eine andere Richtung zu lenken. „Da Decker nun schon einmal auf unserer Fährte ist, würde es mich nicht wundern, wenn es gleich klopft und er vor der Tür steht“, fügte er in seiner typischen Art an. Im selben Moment konnte man das Pfeifen eines Megaphons vernehmen, aus dem schließlich Deckers Stimme dröhnte: „Smith! Das Haus ist umstellt!“ Alle drei Mitglieder des A-Teams rollten mit den Augen. „Na prima, musstest du es auch herauf beschwören?“ maulte B. A. Peck an. Hannibal unterbrach den Disput: „Leute, würdet ihr das bitte auf später verschieben?“ Wieder konnte man die Stimme von Decker vernehmen: „Ich gebe euch jetzt fünf Sekunden Zeit mit erhobenen Händen heraus zu kommen!“ Wieder rollten Hannibal, Face und B. A. mit den Augen. „Der lernt es nie“, sagten sie praktisch im Chor. Und schon zählte Colonel Decker vor dem Haus rückwärts. „5“, schallte es dem Team entgegen. „Und, Hannibal?“ Face sah den Colonel fragend an. Auch B. A. schaute ihn an und sah, dass das typische Grinsen nie das Gesicht des Befehlshabers verließ. „Wir verzichten auf jegliche Dinge, die wir sowieso in fünf Sekunden nicht holen könnten und gehen in den Keller“, gab Hannibal schließlich zum Besten. Ohne weitere Fragen an ihren Kommandeur begab sich das Team in den Keller. „4“, konnte man auch dort von draussen hören. „Und weiter?“ brummte B. A. fragend. „Face? Wie war noch gleich die Telefonnummer von dem Ehepaar aus Montana?“ fragte Hannibal seinerseits seinen Lieutenant, der als Antwort nur mit der Zeitung wedelte, die er in der Hand hielt. „3!“ „Hannibal, wir können nicht großartig etwas bauen“, stellte B. A. nun fest. Die Zeit wurde langsam knapp. „Macht nichts. Wir warten, bis sie rein kommen und gehen dann durch die Tür da vorne raus“, grinste der Colonel seinem Team entgegen und deutete auf eine versteckt gelegene alte Tür, die nicht unbedingt so aussah, als wenn sie sich im ersten Versuch öffnen ließe. „2!“ „Das ist dein Plan, Hannibal?“ jammerte Face und fügte an: „Du glaubst doch wohl nicht ernsthaft, dass die alle im Haus verschwinden werden!“ „1!“ „Nun ja, sie werden erst das Haus zerlegen und dann alle rein gehen“, antwortete Hannibal in seiner typischen ruhigen und siegessicheren Art. Bevor Face etwas erwidern konnte, brach förmlich die Hölle los. Es vielen eine Menge Schüsse, die erst nach einigen Minuten erstarben. Danach konnte man Getrampel auf dem Holzboden vernehmen. Vorsichtig hob B. A. die Kellertür, die ins Freie führte aus den Angeln. Und tatsächlich sollte Hannibal Recht behalten: niemand war zur Absicherung ausserhalb des Hauses geblieben. Gemächlich gingen die Drei zum Van und stiegen ein. Als B. A. den Motor anließ, kam Decker aus dem Haus gerannt. Hannibal grinste ihm noch einmal fröhlich zu und schlug die Tür zu, als B. A. auf das Gas trat. Der Van schoss mit quietschenden Reifen davon.
Ltnd. Faceman
Kaum, dass sie so ein weiteres Mal entwischt waren, grinste John Smith wieder einmal sehr zufrieden: „Ja mein „Bester“ lernt wirklich niemals dazu!“ „Colonel, irgendwann trifft uns doch noch einmal eine seiner blauen Bohnen! Warum um Himmelswillen, musst Du immer solange warten, bevor wir uns aus dem Staub machen?“, stöhnte Face. „du weißt doch, der ist manchmal noch verrückter als der irre Murdock!“, grummelte B.A. recht geistig abwesend. Denn in Gedanken machte er sich schon mehr Sorgen, um die Chance ein Mittagessen demnächst zu bekommen. Face lehnte sich nun ganz gespannt in den Sitz zurück. Er dachte über die ganzen Geschehnisse von heute morgen nach. Hannibal musterte ihn, doch das fiel ihm gar nicht auf. Plötzlich stoppte B.A. den Van und sagte: „Wenn Murdock wieder mitkommen muss, kann Face ihn ja mitnehmen in der Vette! Dann können wir ja schon mal irgendwo uns etwas zu beißen besorgen!“ „B.A., denkst du denn auch mal an die Spritpreise, ich meine…äh…Montana liegt etwas außerhalb von L.A.. „, erwiderte Faceman leicht stockend, als er den Blick der anderen sah. „Na ja, war nur der Gedanke, um dem Team die Spritkosten, klein zu halten!“, setzte er wieder an, als Hannibal ihn vorwurfsvoll ansah. „Tja, so ein Schlitten fahren und dann so geizig sein, seine Freunde nicht einmal auf einer Spritztour mitzunehmen? Aber dann wirst Du zur Strafe Murdock wieder befreien, den gleich mit einpacken und dann mit ihm in Richtung Montana starten! Hier, dass ist die Adresse, also B.A. wie werden noch einmal etwas essen gehen, danach fahren wir in deinem hübschen Van, zusammen zu unseren neuen Klienten und stellen uns freundlich vor.“, sprach er mit einem Lächeln in B.A. s Richtung, dieser grinste zurück: „Gute Idee, Colonel!“
So fuhr Face mit einer extra beleidigt aussehender Mine los, um seinen Freund Murdock zu befreien, so wie sie es nannten. Als er dort ankam, wies er sich als der zuständige Gesundheitsinspektor Gary Gardmoor aus. Er käme angeblich wegen Mr. Murdocks Geflügelgrippe, diese wäre von der Regierung streng geheim gehalten, die Soldaten hätten sich in Vietnam daran infiziert und jetzt wären erst nach Jahren, die Ersten Fälle ausgebrochen! Er müsste wo anders behandelt werden. Die Schwester fiel auf seinem erstklassigen Auftritt herein, da er ihr sogar bei dieser Lüge ganz tief in ihre hübschen hellblauen Augen schauen konnte, ohne auch nur zu erröten. Murdock wurde kurz bevor Faceman auftauchte, schon über das Telefon von ihn informiert, dass er mit einer Grippe infiziert wäre, die sich bei ihm dann mit lauten Gehuste, Geschniefe und sogar mit einem starkem Tränenfluss äußerte!
„Wie, in alles in der Welt hast du das so hinbekommen, du siehst ja tatsächlich todkrank aus?“, fragte der wirklich inzwischen besorgte und entsetzte Templeton ihn, da er seinen Freund so leiden sah. Er tat ihm dieses Mal tatsächlich mal ernsthaft leid! „ Nun ich habe wohl ein bisschen viel Pfeffer genommen!“ ,jaulte der offensichtliche unter Höllenqualen leidende Murdock, als er zu Faceman in die Vette stieg. Dann fuhren sie los.Starbuck: hat den nächsten Beitrag geschrieben:
B. A. und Hannibal waren in einem kleinen Restaurant am Highway eingekehrt. Hannibal wusste, dass mit einem hungrigen B. A. nicht zu spaßen war. Zuerst war er geneigt gewesen, dem Sergeant etwas Schlafpulver ins Essen oder Trinken zu mischen, doch dann hatte er beschlossen, dass es mal ein guter Zeitpunkt für einen größeren Ausflug per Van war. So hatten sie doch tatsächlich schon einen kleinen Teil des Weges zurückgelegt und warteten eigentlich darauf, dass ihr Essen nun endlich kam.
Es dauerte auch nicht mehr lange, da tauchte die Bedienung mit zwei Tellern auf und plazierte diese auf dem Tisch vor Hannibal und B. A.. "Du willst wirklich diesen Job in Montana annehmen?" fragte B. A. etwas ungläubig. Darauf bekam er von Hannibal zur Antwort: "Warum nicht? Lass' uns doch erstmal da hin fahren und schauen, wie es ist. Dann können wir immer noch entscheiden." "Und wir fahren wirklich? Kein Fliegen?" B. A. war total verunsichert und stocherte daher mit der Gabel im Essen herum, anstatt einen Bissen herunter zu schlingen, wie sein Hunger es eigentlich gefordert hätte. "Wir fahren, immerhin können wir auch mal etwas Urlaub vertragen, oder?" Bei diesen Worten grinste Hannibal in seiner typischen Art und Weise.Unterdessen waren Face und Murdock in der weißen Corvette unterwegs und hielten Ausschau nach dem ihnen wohlbekannten Van. Murdock hatte noch eine Weile mit dem Pfeffer zu kämpfen gehabt, lief aber nun wieder zu seiner Höchstform auf. "Ich bin Don Quijote und werde die Windmühlen dieses Mal besiegen", gab er in einem poetisch klingenden Tonfall von sich und stellte sich dabei auf den Beifahrersitz, um aus dem geöffneten Dach schauen zu können. "Murdock! Setz dich gefälligst wieder hin! Du versaust mir die Sitze", jammerte Face.
Durch Murdock abgelenkt, verpasste er beinahe das Restaurant, bei dem er den schwarzen Van mit dem roten Streifen entdeckte. Er fuhr auf den Parkplatz und stieg aus. Murdock war über die Tür hinweg ausgestiegen. "Sancho Panza, sage mir, wo ist meine holde Dulcinea?" fragte er Face laut, der schon mit den Augen rollte. Die Leute, die aus dem Restaurant kamen und zu ihren Fahrzeugen gingen, beobachteten das Schauspiel verwirrt. "Vielleicht da drin?" gab Face Murdock zur Antwort und deutete auf das Restaurant. Seufzend schritt er ohne den Captain einfach los und enterte das Gebäude. "Hannibal, wenn ich Murdock bis nach Montana fahren soll, dann rechne nicht mit uns. Da muss ich dann bei jeder Windmühle anhalten", jammerte er dem Colonel zur Begrüßung vor.Ltnd. Faceman
Endlich schneite auch Murdock hinein, er wollte gerade wieder loslegen mit seiner neuen Nummer, als der Blick von B.A. ihn erfasste. Dieser hatte sichtliche Freude daran, dass Face offensichtlich sehr genervt von Murdock war. „Also, es ist ja wirklich entspannend dieser Trip nach Montana! Und so viel Sehenswertes für uns Großstädter!“, grinste B.A. amüsiert, dem diese Situation im Moment ganz gut gefiel. Die Kellnerin wollte gerade die Bestellung von Faceman und Murdock aufnehmen, als im nächsten Moment, eine junge Dame hereinstürzte.
„Ihr Feiglinge, warum lasst ihr dass alles nur zu, sie haben den Laden meines Dad zerstört. Ihr müsst alle Schutzgeld abdrücken, nur weil ihr zu feige seid!“, schrie diese dann ganz laut. Ein betretendes Schweigen breitete sich aus. Dann ging die Tür auf, herein kamen 5 offensichtliche stark besoffene Kerle herein. „Auch dass noch!“, entfuhr es Face. „Ich dachte einmal etwas wie Urlaub zu erleben!“, sagte er zu B.A. . „Wer parkt auf meinem Parkplatz? Wessen Karre ist dass, die gehört jetzt mir! Dann wird die Farbe Rot auf Schwarz, wie die Beerdigungswagen umgespritzt!“, lachte der eine Typ. Er wollte sich gerade die Dame greifen, doch Face stand mit Murdock wie eine plötzliche Mauer schützend zwischen ihr und dem Kerl. „Was soll das? Ihr Idioten, soooll ich diiiich kalt machen?! “, er grabschte nach Face. Dieser trat ein Schritt vor. „Was hast du nur für ein widerliches Benehmen, Gringo!“, erwiderte er mutig. Da gingen die zwei der anderen plötzlich auf ihn los! Aber B.A., Hannibal und Murdock waren schneller. Jeder griff sich einen der Kerle. Eine wüste Keilerei ging los. Plötzlich stand der eine Mann so günstig, das er Hannibal eins über dem Kopf geben konnte. Dieser sackte sofort benommen zusammen. B.A. sah dass, doch da richtete dieser Kerle die Waffe auf sie. „So, sonst noch ein paar Frageeeen ?“ lallte er. Die Jungs blickten sich einen Moment irritiert an. Doch dann gab es einen Knall, der Kerl hätte fast B.A. erschossen, nur um eine Haaresbreite sauste die Kugel an ihm vorbei! Dank der junge Lady, die dem Kerl genau im richtigen Moment mutig einen Tritt an das Schienbein verpasste. In diesem Augenblick, richtete sich der Blick der Jungs auf dem immer noch am Boden liegenden Hannibal. Dieser murmelte etwas, das klang wie „Mein Auto parkt, da wo ich parken will, Junior. Der hat einen Schlag wie Gozilla!“. Die Jungs starrten ihn an. Schnell nutzten die Ganoven, die Fluchtmöglichkeit. Als sie dem Colonel wieder auf die Füße halfen, sagte er: „Die Handschuhe wollte ich noch anziehen! Mist!“. Face beschlich ein merkwürdiges Gefühl mit einem Mal. Er stürzte mit einem Tempo, dass man von ihm eigentlich nur selten sah, zum parkenden Auto. „Verfluchte Kerle!“, schimpfte er, als er sah, was sie noch auf der Flucht angestellt hatten. Denn sie hatten die Vette hinten noch ein Mal angekarrt. Die Stoßstange war eingedellt. Die anderen kamen zu ihm heraus getürmt. B.A. ballte bereits seine Fäuste, sah dass sein sonst immer so cooler Freund fast dem Heulen nahe war, normaler Weise sagte er ja immer zu ihm, er könne diese Angeberkiste nicht leiden. Doch nun tat ihm sogar sein Freund irgendwie leid! Plötzlich erschien ein Sheriff und der Hilfssheriff mit einem der Kerl. „Das sind die Kerle! Der da hatte mich angefahren, hat rückwärts mit seiner Kiste mein Auto gerammt, der war wohl ganz zu!“, sprach er mit einem Grinsen. Die junge Dame sagte „ Sheriff, das ist eine Lüge!“ Doch er hörte nicht auf sie, sondern setzte noch einen oben drauf. „Alle verhaften, den da besonders im Auge behalten, der verprügelt gerne Frauen, dann war er noch besoffen!“, sagte er als er mit dem Zeigefinger auf dem erschrocken Face deutete. Die Jungs ließen sich widerstandslos verhaften. Dort als sie im Gefängnis in der Zelle saßen…© By Ltnd Faceman
Starbuck: hat den nächsten Beitrag geschrieben:
.. überkam es Murdock wieder mit seiner neuen Rolle. Man hatte ihn in eine der beiden Zellen verfrachtet, während in der anderen B. A. und Hannibal untergebracht waren. Es war nur ein kleiner Ort und dementsprechend klein waren sowohl die Zellen als auch das gesamte Sheriffbüro. Face war vom Sheriff und seinem Deputy in einen kleinen Nebenraum des Büros gebracht worden. Sie wollten ihn wohl befragen und seinen Alkoholspiegel testen.
Hannibal stand an den Gitterstäben und kaute auf seiner Zigarre herum. Zum Glück waren ihnen die Handschellen wieder abgenommen worden, als man sie in die Zellen geschoben hatte. Trotzdem wollte der Colonel wissen, was hier gerade vor sich ging. Fieberhaft arbeitete er an einem Plan, während B. A. und Murdock ihre üblichen Streitereien ausfochten. "Oh, du holde Dulcinea", flehte Murdock B. A. in der anderen Zelle an und kniete dabei vor den Gitterstäben. Dabei hatte er die Hände wie zum Gebet verschränkt, um sein Flehen noch mehr zu unterstreichen. Doch von B. A. bekam er nur ein böses Grummeln als Antwort. Es passte ihm nicht, dass Murdock ihn zu seiner Angebeteten erkoren hatte. "Hannibal, sag dem Spinner, dass er damit aufhören soll! Ich bin nicht seine Dulcinea", bat der Sergeant seinen Colonel. Doch der Angesprochene war mit seinem Gedanken ganz woanders und hatte die beiden ewigen Streithähne aus seinem Bewusstsein ausgeschlossen.Im Nebenraum saß Face auf einem Stuhl, neben ihm stand der Hilfssheriff mit einer Pumpgun in der Hand und beobachtete misstrauisch jede seiner Bewegungen. Der Sheriff war gerade dabei, die Blutprobe in einen Umschlag zu stecken und wollte sich damit auf den Weg zum einzigen Arzt in der Umgebung machen. "Danny, ich fahre eben, du bunkerst den Burschen wieder in seiner Zelle", ließ der Sheriff seinen Deputy wissen. Nach diesen Worten verließ er den Raum und ging durch den vorderen Teil des Büros. "Hey, wo ist mein Freund Sancho Panza?" rief Murdock fragend aus seiner Zelle zum Sheriff herüber. Der antwortete nicht, sondern schüttelte einmal verständnislos den Kopf, bevor er das Gebäude verließ. Unterdessen trat der Hilfssheriff im Nebenraum von einem Bein auf das andere, musste er doch schon eine ganze Zeit zur Toilette. Er hatte seinen Boss aber nicht verärgern wollen, also ließ er den Lieutenant allein. "Sie rühren sich kein Stück von der Stelle", kam noch der Befehl, bevor der Mann förmlich aus dem Raum flüchtete. Face hatte ihn nur angegrinst, eben wie immer, wenn er die Leute in Sicherheit wiegen wollte. Kaum war der Typ aus dem Raum verschwunden, war Face schon aufgestanden und sah sich in dem kleinen Raum um. Nirgends war ein Schlüssel zu sehen. Wenigstens so schlau waren diese "Landsheriffs". Doch Face wusste, was er suchte und auch, wo er es am Wahrscheinlichsten finden würde. Zielstrebig öffnete er die oberste Schublade des einzigen Schreibtisches dort. Wie vorhergesehen fand er Büroklammern, von denen er sich eine nahm. Schnell hatte er die Schublade wieder geschlossen und sich auf seinen Stuhl gesetzt. Mit geschickten Fingern hatte er die Klammer so verbogen, dass er sie brauchen konnte und machte sich mit unschuldiger Miene daran, die Handschellen aufzubrechen. Es dauerte nicht lange und ein verräterisches Klicken bedeutete ihm, dass das Schloß geöffnet war. Dumm nur, dass in jenem Augenblick der Deputy zurück kam. Also hielt Face so still, wie es nur ging, um den Hilfssheriff zu überraschen. Dieser hatte ihm mit seinem Gewehr zu verstehen gegeben, dass er aus dem Zimmer heraus kommen sollte. Als Face direkt neben ihm stand, sagte er: "Ist das immer so, dass diese Dinger nicht richtig schließen?" Dabei schüttelte er die Handschellen auf, so dass sie klirrend zu Boden fielen. Verdutzt sah der Beamte den Handschellen nach und verpasste so den Angriff des Lieutenants. Der hatte den Hilfssheriff im Nu entwaffnet und befahl ihm dann, die Zellentüren aufzuschließen. Um seine Forderung zu unterstreichen hielt er die Pumpgun auf den Mann gerichtet. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und ging rasch zu den Zellen. Unterwegs hatte er den Schlüssel von seinem Gürtel genommen und öffnete nun nacheinander die beiden Türen. Hannibal grinste seinen Schützling an und fragte: "Haben sie dich zu lange allein gelassen?" Face antwortete ebenso grinsend: "Ja, mir wurde langweilig."
Nachdem das Team den Deputy in eine der Zellen gesperrt hatte und sich ihr Hab und Gut wieder zusammengesucht hatten, brachen sie auf. "Was hast du jetzt vor, Colonel?" fragte Murdock. "Erstmal verschwinden wir hier und suchen uns einen Unterschlupf. Hier läuft irgendetwas nicht so, wie es sollte und das müssen wir uns ansehen", bekam er von Hannibal zur Antwort. Weiter konnten sie sich nicht unterhalten, denn der Wagen des Sheriffs kam in Sichtweite. Schnell verschwand das Team um die Ecke des Gebäudes, um sich zu verstecken und dann unentdeckt untertauchen zu können.Ltnd. Faceman
Sie schlichen sich weg. Dann erreichten, sie den Ort, dort wo sie verhaftet worden sind! „Face, du versuchst an die Kellnerin ran zu kommen! Die scheint wenigstens eine Ahnung davon zu haben, was hier so passiert! Murdock, B.A. ihr kommt mit mir mit, ich will mal schauen, ob der Sheriff uns weiter nachstellt! Face, falls Besuch bei Euch auftaucht, sehe bitte zu, dass ihr uns schnellstens aufsucht!“, sagte Hannibal mit einem viel sagenden Blick. Face tauchte gerade in dem Moment auf als die Kellnerin Feierabend hatte und in ihr Auto steigen wollte. Sie erschrak heftig, als sie ihn sah! „Sie sind doch noch hier, sie müssen weg, die wollen sie umbringen, der Sheriff hat Lügen und ein Kopfgeld auf sie und ihre Freunde ausgesetzt! Bitte, ich werde auch heute Nacht noch die Stadt verlassen! Es reicht was hier alles passiert ist!“, schluchzte sie und fiel ihm ganz unvermittelt in seine Arme. Er fühlte sich ganz überrumpelt, es war eine Ewigkeit her, dass er eine Frau so nah in seinem Arm festhielt und tröstete. Insgeheim wünschte er sich in diesem Moment, dass irgendeiner ihm beistehen würde, als er sie zu trösten versuchte! „Also, bevor wir hier noch auffallen, ich wäre ihnen dankbar, wenn wir eine Nacht bei Ihnen übernachten könnten! Aber nur, wenn es ihnen keine Umstände machen würde. Ich verstehe, dass wenn sie nein sagen, denn sie kennen uns ja nicht mal!“ Er blickte ihr liebevoll in ihre hübschen hellblauen Augen, sah dann aber mit einem Schrecken, dass sie ein Blaues Veilchen dort hatte. „Welches Schwein war das ?”, wollte Faceman wissen. Sie sagte mit einer rauhen und belegten Stimme: „Der ständig besoffene Sheriff!“ Sie hatten inzwischen das Haus der Frau erreicht. Sie schloss die Türe auf. Face stolzierte herein, sah mit einem Blick das Telefon, was auf dem Schrank im Flur stand. „Dürfte ich mal telefonieren?“, bat er sie. „Aber sicher, aber sie sollten wissen, der der Sheriff, der lässt das Märchen um hergehen in dieser Stadt, sie hätten mich geschlagen und wäre unfallflüchtig sowie alkoholisiert gefahren!“, sagte sie zu ihm niedergeschlagen. Er rief das Telefon im Van an. Murdock sprang dort als erster rann: „Die Windmühlenräder beginnen sich zu drehen. Hannibal hat zu gesagt, den Kampf gegen die Windmühlen zu unterstützen!“, spann er in den Telefonhörer. „Murdock, wir sind bei der Kellnerin zu Hause, der Sheriff will uns egal wie, einfach beseitigen, also sag bitte Hannibal Bescheid….“ Er wollte noch etwas sagen, da schrie Murdock: „Aber Hanni, der will das Hühnchen mit uns rupfen, wir sollten uns eine schöne ….“ Da erschien die Stimme B.A. s am Hörer: „Ja, Face du sollst mal Amy fragen, was sie über unseren Freund dem Sheriff und seine Stadt so wissen!“ „ Alles klar, mache ich, aber denk dran, wenn ihr kommt seid bloß auf der Hut. Die sind scharf auf uns!“ er gab dem Seargent noch die Adresse durch, wo sie ja heute übernachten wollten! Dann rief er Amy Amanda Allen an, bat sie ihn diese Infos schnellstens zu besorgen. Nachdem er ihr die ganze Geschichte geschildert hatte. Dabei merkte er dieses Mal gar nicht, dass Amy sich heimlich einfach entschlossen hatte, den nächsten Zug gleich zu nehmen, da sie dort eine heiße Story vermutete. Außerdem war sie gespannt auf ein weiteres Abenteuer mit den Jungs! Das sagte sie ihm wohlweißlich nicht, aber sie versprach ihm die Infos zu besorgen.Starbuck: hat den nächsten Beitrag geschrieben:
In der Nacht blieb alles ruhig und das Team hatte die Kellnerin ein wenig ausgefragt. Außerdem hatten sie sie davon überzeugen können, die Stadt nun doch nicht zu verlassen. Am nächsten Morgen klopfte es schon sehr früh an der Haustür des kleinen Hauses. Etwas verschlafen machte sich die Hauseigentümerin auf den Weg zur Tür und sah, nach dem Öffnen dieser, eine Frau vor sich stehen. "Hi, ich bin Amy Allen. Die Jungs brauchten Informationen und die habe ich hier", sagte sie der verdutzten Kellnerin. Schnell bemerkte Amy, dass die Frau gar nicht wusste, wovon sie sprach. "Ihre Besucher...", brachte sie nur hervor, weil in dem Moment schon Hannibal auftauchte. "Amy? Wer hat dich denn hier her eingeladen?" fragte er wenig erbaut. "Ich habe mich selbst eingeladen", antwortete die Reporterin und schob sich an der Hausbesitzerin vorbei ins Innere. Sie ahnte, dass die Dame nicht wusste, wen sie bei sich einquartiert hatte.
Hannibal sah etwas müde und zerzaust aus. Amy hatte im Wohnbereich auf dem Sofa Platz genommen und wartete nun darauf, dass der Rest des Teams auftauchte. Der Colonel machte sich auf den Weg, um seine Schützlinge zu wecken. B. A. sah bereits von seinem Schlafplatz auf, als Hannibal ins Zimmer trat. Dieser nickte nur einmal und der Sergeant wusste, was zu tun war. Während B. A sich auf den Weg ins Wohnzimmer machte, begab sich Hannibal zum anderen Zimmer, in dem er Face und Murdock untergebracht hatte. Schwungvoll riss er die Tür auf, nur um den Captain und den Lieutenant bereits wach vorzufinden. Murdock war gerade dabei, irgendetwas von einer Windmühle zu erzählen. "Weißt du, Face, diese Art von Windmühlen sind sehr...", sagte er gerade, als Hannibal den Raum betrat und damit die Unterhaltung zum Stillstand brachte. "Windmühlen?" fragte der Colonel etwas irritiert. Face seufzte theatralisch und antwortete Hannibal jammernd: "Don Quijote bekämpfte doch Windmühlen! Jedenfalls habe ich jetzt die ganze Nacht einen Exkurs über die diversen Eigenarten von Windmühlen hinter mir. Hannibal, demnächst will ich ein Zimmer..." An dieser Stelle wurde er von Murdock unterbrochen: "Aber Sancho Panza! Du musst mir doch helfen, meine Dulcinea zu finden!" Face rollte mit den Augen und murmelte: "Gut, dass ich nicht Sancho Panza und Dulcinea in einem sein kann." Hannibal sah Murdock ruhig an und fragte: "Aber hattest du deine Dulcinea nicht gestern hinter Gittern schon gefunden?" Angestrengt dachte Murdock nach. Diese Gelegenheit nutzte Peck, um aus den Fängen Murdocks zu Entrinnen und aufzustehen. Fast fluchtartig suchte er Schutz bei seinem Befehlshaber. "Dulcinea? Hinter Gittern? Nein, das war die Falsche", stellte der Captain fest und sah zu Face. "Dann suche weiter", meinte Hannibal nur kurz und fügte an: "Aber jetzt treffen wir uns erstmal im Wohnzimmer. Amy ist eingetroffen." "Amy?" kam die ungläubige Frage von Face und Murdock gleichzeitig.
Einige Zeit später hatten sich alle im Wohnzimmer versammelt und Murdock war damit beschäftigt, Amy von oben bis unten genau unter die Lupe zu nehmen. Er beobachtete sie und lief ständig um sie herum, sagte aber nichts. Unterdessen gab Amy dem Team ihre Informationen preis: "Sheriff Jack Peters ist seit einigen Jahren hier schon der Gesetzeshüter. Er hatte letztes Jahr eine Klage am Hals wegen Erpressung, aber die Klage wurde zurück gezogen bevor es zur Verhandlung kam. Es hat einen aussergerichtlichen Vergleich gegeben, wo dem vermeintlichen Opfer eine Entschädigung von fünfundzwanzigtausend Dollar gezahlt worden ist. Allerdings hat nicht Peters diese Summe gezahlt, sondern ein Mann namens Jason Durand." "Von Durand Industries?" unterbrach Face die Reporterin fragend. "Ja", Amy nickte bei ihrer Antwort noch mal bestätigend. Face rollte mit den Augen und nuschelte: "Das darf doch nicht wahr sein."Ltnd. Faceman
Alle blickten ihn herausfordernd an. „Ja sag mal Face du kennst diesen Kerl tat Murdock ganz entsetzt, was pflegtest Du denn für einen Umgang, und ich dachte du bist gut erzogen!“, versuchte Murdock ihn zu foppen. „Sehr witzig, Murdock! Wenn Du den Kampf gegen deine Windmühlen noch führen willst, würde ich dir vorschlagen, dass du dir ein Busticket besorgst und das Weite suchst!“, erwiderte Face mit einen gereizten Ton. „He ,Mann! Du vergisst, der hat dein Wagen angekarrt!“, rief B.A. empört darüber, dass sein Freund wieder solche Andeutungen zu einer verfrühten Abreise machte. „Außerdem schuldigt die Lady hier, diesen Mistkerl etwas! Ich finde, dass man solche Schläger einfach mal auf das „Gute Benehmen“ hinweisen sollte oder nicht B.A.! So eine Lehre in der guten Etikette kann doch nicht schaden oder?“, grinste Hannibal, zog sich dabei seine bekannten schwarzen Handschuhe über. B.A. hob seine Hand und drohte den noch immer zögernden Murdock und Faceman mit seinem Blick. „Hannibal! Was machen wir nun, du weißt meine Windmühlen….“, setzte er an. Dabei versteckte er sich gleich hinter Amy, da B.A. einen Schritt auf ihm zutrat. „Ja sieh es mal so Murdock, … wir müssen erst einmal warten, bis wir wissen wie der Wind dort bläst, dann kümmern wir uns um deine Windmühlen!“, lachte der Colonel.
Amy und die nette Dame standen dort mit erstaunten Blick über die ganze Situation, dann fragte Amy leicht ängstlich: „Hannibal, du hast doch einen Plan, oder!“ „Ja, aber natürlich habe ich den, mein Mäuschen!“, erwiderte er mit einem Blick auf dem, am liebsten in den Boden versunkenen Face. „Nein, nicht schon wieder ich!“, moserte er laut vor sich hin. Alle grinsten ihn viel sagend an, nur der Kellnerin kamen scheinbar die Zweifel. Sie sagte: „Wer ist denn überhaupt dieser Mistkerl und warum wenn er so mächtig ist? Warum kauft er uns dann nicht einfach auf, wenn der schon so reich zu sein scheint!“, fragte sie ganz entsetzt. „Das finden wir raus! Face, du nimmst Murdock mit! Lasse Dir etwas Gutes einfallen! Amy, du bleibst aber selbstverständlich hier bei Ihr!“ Er deutete auf die Kellnerin. „ B.A. und ich knöpfen uns jetzt den Sheriff und seine Clowns vor! Komm wir gehen, Sergeant!“, sprach er mit einer übermütigen Schwingung in der Stimme. „Warte mal kurz, Hannibal! Face, ich habe hier noch die kleine Wanze, nur falls ihr sie noch gebrauchen könnt!“, grunzte er glücklich und drückte sie ihm höchst persönlich in die Hand. Face spürte den kräftigen Druck, den sein Freund ausübte, er biss sich die Zähne zusammen. Denn fast hätte er gesagt: „Bitte pass auf Euch auf mein Großer!“, aber dass er sich um die anderen beiden sorgte, das wollte er nicht zu geben. Aber er wusste auch, dass es ihn und Murdock ganz schnell zu heiß werden könnte, denn er wusste, das Hannibal vor gut einem Jahr mal den Namen erwähnte. Dass dieser Kerl ihn, also Hannibal, selber damals zur Vietnamzeit fast einmal auf dem Gewissen gehabt hätte. Nur durch ein Zufall hatte damals ein ihn bis heute noch immer unbekannter Mann ihn damals das Leben gerettet. Dies hatte ihn Hannibal mal erzählt, dass er sich ihn irgendwann noch einmal vorknöpfen wollte. Nur das ihm bisher keiner dichter als nötig gekommen wäre, hatte Hannibal ihm ebenfalls erwähnt. Geschweige dass jemand es gelänge ihm etwas nach zuweisen. Der war ein eiskalter Killerprofi, dass hatte Hannibal ihn damals über den Mann erzählt. In diesem Moment, wo er sich an das, was Hannibal ihm erzählt hatte, wieder erinnerte, war ihm mit einem Mal sehr unbehaglich zu Mute. Er versucht dieses Gefühl zu überspielen. Inzwischen war Hannibal mit B.A. schon in Richtung des Sheriffs unterwegs. Er zog Murdock am Kragen, versuchte den Damen ein Lächeln vorzuspielen. „Bis dann, Ladys!“, rief er mit einer gekünstelten fröhlichen Stimme. Murdock musterte ihn aufmerksam, behielt aber seine Gedanken doch im Moment lieber für sich. Er hatte es gemerkt, dass sein Freund unruhiger war, als er es vorgab zu sein. Dann hielten sie schon vor dem Gelände, wo sich das Büro befinden sollte. „Also gut, gib mir etwa eine halbe Stunde! Ansonsten hole mich da bitte irgendwie raus, aber funk mir bitte die Jungs kurz vorher an. Ach ja, bitte Murdock wenn es dir nichts ausmacht, lasse deine Finger von meinem Radio.“ So ging er nach diesen Worten geradewegs auf dem Pförtner des riesigen und von allen Seiten scharf bewachten Gebäudes zu.
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Face überlegte fieberhaft, welche Masche er anwenden konnte, um in das Gebäude zu kommen. Nach kurzer Zeit meinte er die richtige Strategie gefunden zu haben und marschierte einfach am Pförtnerhäuschen vorbei auf das Gelände. Sofort reagierte der Mann und rief: "Hey! Sie können da nicht einfach so rein marschieren!" Abrupt drehte sich Peck zu ihm um und sah ihn mit einem verwirrten Gesichtsausdruck an. "Warum nicht?" "Nun ja...", begann der Pförtner doch Face preschte sofort dazwischen: "Wissen Sie, ich sollte hierher kommen zu einem Vorstellungsgespräch und da hatte man mir gesagt, ich solle einfach zum Hauptgebäude kommen ohne weiteres Trara und sowas und das wollte ich jetzt eigentlich machen. Ich bin so froh, endlich mal zu einem Vorstellungsgespräch kommen zu dürfen und da möchte ich nicht zu spät kommen, ich suche ja schon so lange einen Job..." Face redete unaufhörlich auf den Pförtner ein und jammerte dabei rum, bis sein Gegenüber schließlich entnervt aufgab und ihn gehen ließ. Obwohl das Gebäude scharf bewacht war, kümmerte sich niemand um ihn, denn immerhin hatte der Mann am Tor ihn durchgelassen. Da musste es wohl mit rechten Dingen zugehen, wenn er auf das Gelände durfte. Schnell war Face im Gebäude verschwunden und marschierte einfach einen Gang herunter. Er musste zielstrebig einen Weg einschlagen, damit nicht auffiel, dass er hier nicht her gehörte. So ging er schließlich in den zweiten Stock und war dankbar, als er eine Herrentoilette fand, die er auch sofort ansteuerte. Auf dem Weg hatte er versucht, alles um sich herum zu beobachten und sich einzuprägen. Doch kaum hatte er den Raum betreten, stand einer der Typen vom Restaurant vor ihm. Die Beiden sahen sich einen Moment erschreckt an und Peck reagierte als Erster. Er schlug dem Schurken voll ins Gesicht, so dass dieser nach hinten taumelte und zu Boden ging. Face ergriff die Flucht und stürzte aus der Toilette, doch der Typ war schneller wieder auf den Beinen als der Lieutenant gehofft hatte. Mit Schwung sprang Face über das Geländer der Treppe, um den Weg abzukürzen, doch bevor er das Treppenende erreichte, tauchte dort ein Mann der Security auf. Offensichtlich hatte sein Verfolger per Funk Verstärkung gerufen. Peck nutzte seinen Schwung und sprang dem Mann am Treppenende förmlich in die Arme, womit er ihn zu Boden riss. Dummerweise kam er aber nicht schnell genug wieder auf die Beine und wurde von dem anderen Mann am Kragen gepackt und hoch gezerrt. "Sorry, ich bin nur ausgerutscht", versuchte er sich rauszureden, als sich der zweite Security-Mann wieder vom Boden erhob und ihn grimmig ansah. Zu zweit packten sie den Lieutenant und schoben ihn unsanft vorwärts. "Wir bringen dich jetzt zu unserem Boss. Mal sehen, was der mit dir vor hat", sagte der Eine. "Ich glaube, da liegt nur eine Verwechslung vor", jammerte Face, was aber nichts brachte.
Unterdessen saß Murdock gelangweilt in der rot-weißen Corvette. Es war noch nicht allzu lange her, dass sein Kumpane in dem Gebäude verschwunden war, aber trotzdem hatte er ein mulmiges Gefühl. Nervös spielte er an dem Radio rum und schaltete es ein. Hatte Face nicht gesagt, er sollte die Finger davon lassen? 'Egal', dachte er sich und grinste. Als plötzlich die Wachleute in heller Aufregung durcheinander liefen und riefen, rutschte der Captain auf dem Sitz ein Stück herunter. Irgendetwas musste schief gelaufen sein, wie so oft. "Ich sollte besser den Colonel informieren", murmelte Murdock, als er auf den Fahrersitz des Sportwagens übersiedelte.
Hannibal und B. A. waren zum Sheriffsbüro gefahren, welches sie verlassen vorgefunden hatten. Dies hielt die Beiden jedoch nicht davon ab, das Gebäude zu entern. B. A. stand als Wache am Fenster, um zu schauen, ob der Sheriff und sein Deputy auftauchten, während Hannibal den Papierkram durchsuchte. Er hatte sich einen der beiden Aktenschränke vorgenommen und wusste eigentlich gar nicht so genau, wonach er suchte. "Hannibal, sie kommen", teilte ihm B. A. nach einer Weile mit, in der sich Hannibal durch verschiedenen Akten gewühlt hatte. Es hatte zwar nicht viel zu lesen bekommen, konnte sich aber langsam ein Bild davon machen, wer hier normalerweise eingebuchtet wurde. Mit Schwung ließ der Colonel die Schublade zu rutschen und setzte sich auf den Stuhl des Sheriffs. Er legte seine Füße provokativ auf den Tisch und steckte sich eine Zigarre in den Mund, die er sofort genüsslich anzündete. Mit einer Kopfbewegung bedeutete er B. A. in den kleinen Nachbarraum zu gehen und sich dort zu verstecken. Schließlich zog Hannibal noch seine Browning-Pistole hinter dem Gürtel hervor und legte sie in Reichweite auf den Tisch. Kurze Zeit später öffnete sich die Tür des kleinen Büros. "Danny, es war nicht abgeschlossen. Wie oft...", an dieser Stelle brach der Sheriff seinen Satz, hatte er doch gerade Hannibal auf seinem Stuhl entdeckt. Er wollte zu seiner Waffe greifen, doch Hannibal hatte seine Pistole nun bereits in der Hand. Der Gesetzeshüter hielt inne und starrte ungläubig Hannibal an. "Wie sind Sie hier rein gekommen?" fragte er unwirsch. "Sie sind nicht in der Position hier Fragen zu stellen", gab der Colonel eiskalt zurück. Noch immer saß er gemütlich mit den Beinen auf dem Schreibtisch. Der Deputy konnte die Situation nicht richtig erfassen und wollte zu seiner Waffe greifen, was aber nicht unbemerkt blieb. "B. A.", sagte Hannibal nur und der Sergeant trat aus dem kleinen Nebenraum, um eine Salve aus dem Ruger-Gewehr in die Wand neben dem Sheriff sausen zu lassen. Sofort stellte auch der Hilfssheriff jegliche Versuche ein, seinen Revolver in die Finger zu bekommen. Hannibal erhob sich aus dem Stuhl und blies eine kleine Rauchwolke Zigarrenqualm in die Luft. Er bedeutete den beiden Beamten in eine der Zelle zu gehen und schloss sie schließlich dort ein. "Also Sheriff, wie gefällt Ihnen das?" fragte der Colonel verschmitzt grinsend. "Was?" fragte der immer noch verblüffte Mann nach, als er an die Gitterstäbe griff. "Na dass wir Ihnen ihre eigene Gastfreundschaft einmal vorführen", antwortete Hannibal nun noch breiter grinsend.
Ltnd. Faceman
Während dessen war Face von den Security -Männern in den dritten Stock geschliffen worden.
Er dachte angestrengt nach was er nun noch machen könnte. Er stolperte einmal an der Treppe, schlug sich sein Knie etwas auf. Er merkte aber vor lauter Adrenalin, den Schmerz gar nicht. Sie schleiften ihn in ein Zimmer, dort saß ein Mann am Tisch. Dieser blickte ihn mit einer finsteren Mine an. Der eine der Sicherheitsleute, ließ ihn mit einem kräftigen Schubs plötzlich los. Face wurde von dem Schubs so überrascht, dass er sein Knie wiederum stieß, diesmal allerdings mit einer so gewaltigen Wucht, dass die Blumenvase, die auf dem Schreibtisch stand umfiel. In genau diesem Moment grölte der Mann ihn heftig an, es wäre ein Fehler gewesen, dass er sich hier einschleichen wollte. Der Schreibtisch war klitschnass, aber dass kümmerte den Kerl im Augenblick gar nicht weiter. Den Moment nutzte Face geistesgegenwärtig und stahl gekonnt und so mit vollkommen unbemerkt, das kleine Notizbuch, welches auf dem Tisch lag. Dieses hatte er bereits, als er hier in dieses Büro rein gebracht worden ist, gesehen. Die Kerle griffen ihn und setzten ihn auf einem Stuhl, der Chef kam mit einem Messer, hielt es Face direkt an seine Kehle. Face wurde richtig schlecht, aber um seine eigene Angst zu überspielen, sagte er frech: „Mein Frühstücksmesser ist aber hübscher!“ „Aber gewiss nicht so brauchbar wie dieses!“, erwiderte der aggressiv und sehr gereizt zurück.
„Nun ja, kann ja nicht jeder soll ein schönes Material besitzen!“, versuchte er vom Thema abzulenken! Aber eins verstehe ich nicht, ich wollte mich nur hier bewerben und dann überfiel mich der erste, von ihren Gorillas dort!“ Er zeigte demonstrativ auf den Kerl, den er aus dem Restaurant schon kannte. „Chef, das war der Kerl, dem wir die Schlägerei und die Unfallflucht angehängt hatten, der Ihre „Tippse“ dort uns weg geschnappt hatte, der sich, da uns mit ein paar anderen Spinnern in den Weg gestellt hatte!“, sprach er und drehte Face seinen Arm wieder wie vorhin um. Der typische Abführgriff, wie man in immer beobachtet, wenn die Polizisten einen abführen, schmerzte ihn im gesamten Arm, bis in die Schulter.
Face zitterte ganz unmerklich. Der Chef, der ihn schon aus Hannibals Beschreibungen bekannt war, sagte plötzlich: „Der Milchbubi, den könnt ihr entsorgen, hier nimmt den Hubschrauber, es ist ja dunkel genug! Füttert mir schön die Fische! Ach, mit den kommt ihr jetzt ja wohl klar oder etwa nicht! Den läuft ja tatsächlich der Angstschweiß nur so runter! Also nett dass sie sich vorgestellt haben, nur leider habe ich im Moment keine Zeit für sie aber nehmen sie es bitte nicht persönlich!“ Faceman schwitzte stark, sein Atem war wie abgeschnürt und seine Gedanken rasten wild! Das kann es doch noch nicht gewesen sein dachte er. „Wo, zum Teufel bleiben die Jungs nur? Hannibals Plan muss doch funktionieren!“, rauschten in ihm die Gedanken. Der Gangsterboss schlug ihm noch eine Faust demonstrativ in den Magen. Dann warf er seinen Leuten den Hubschrauberschlüssel zu und verschwand eilig. Face hatte nun sehr große Schmerzen, als sie ihn zur Treppe in Richtung des Daches geleiteten. Auf dem Weg dahin, überkam ihn ein Gefühl von richtiger Panik, dann schoss ihn blitzschnell etwas Verrücktes in den Kopf. Er dachte: „Wenn das nicht überrumpelt, was sonst!“. So folgte er sehr angewidert seinen irren Gedanken, noch nie zu vor, hätte er auch nur an so etwas gedacht! Er drehte sich mit dem Gesicht erst dem Kerl auf seiner linken Seite zu. Der blickte ihn kurz irritiert an, dann überfiel Face ihn mit Küsschen hier und Küsschen dort mitten in dessen Gesicht. Der Kerl war davon so geschockt, dass er die Treppe mehrere Stufen runterrutschte und dort stöhnend liegen blieb. Dem anderen schlug er so kräftig er konnte eins auf die Nase, der stolperte nach hinten, zu seinem Kumpanen herunter. Dann ergriff Face schnellstens die Flucht. Er rannte schnellstens herunter, dem einen trat er beim Treppen runterspringen, eigentlich ganz ungewollt noch auf die Hand. Dieser schrie laut auf. „Pardon, leider habe ich keine Zeit!“, murmelte Face ihn zu. Dann rannte er so schnell er konnte. So schnell, hatte er das Gefühl, war er erst einmal im Leben gelaufen. Den einen der Sicherheitsleute, zeigte er den Weg mit seinen Zeigefinger und sagte „Da, oben im 4. Stock!“. Diese fielen dann ganz automatisch alle darauf herein, weil sie dem Herdentrieb folgten. Dann war er war draußen angekommen, im letzten Moment sah er noch die versteckten Kameras. Daraufhin konnte er sich fast unsichtbar zunächst in einem der in der Nähe stehenden großen und sehr dicht belaubten Bäume in Sicherheit bringen. Sein Atem wurde immer flacher. Es wurde ihm ganz übel. Sein Arm und sein Knie schmerzten jetzt furchtbar. Er spürte seinen schnellen und sehr flachen Puls. Er wusste, noch schützte ihn die Dunkelheit etwas. „Hoffentlich kommen die nicht noch mit Hunden!“, dachte er bei sich.Starbuck: hat den nächsten Beitrag geschrieben:
Murdock war mit der Corvette zur nächsten Telefonzelle gefahren und hoffte, den Colonel im Sheriffsbüro erreichen zu können. Doch es ging niemand ran, so dass er fieberhaft weiter überlegte. Er musste eine Möglichkeit finden, Face da wieder raus zu holen. Schließlich machte er sich auf den Weg zurück zum Haus, wo er kurz Amy über die Geschehnisse informierte. Spontan fiel ihr jedoch auch nichts ein, so dass die Beiden zusammen in der 'Vette losfuhren. "Sheriffsbüro oder doch Geschäftsgebäude?" fragte Amy etwas unsicher den fahrenden Murdock. "Geschäftsgebäude. Hannibal und B. A. kommen schon alleine zurecht", antwortete der Captain.
Hannibal und B. A. hatten den Sheriff und seinen Gehilfen direkt nach einer kurzen Befragung in ihren eigenen Zellen allein gelassen und konnten so Murdocks Anruf nicht mitbekommen. Hannibal versuchte nun seinerseits, seinen Lieutenant und Captain auf dem Autotelefon der Corvette anzurufen. Jedoch hob auch hier niemand ab. Der Colonel runzelte die Stirn. War etwas schief gelaufen? Oder waren die Beiden einfach noch nicht wieder im Wagen? "B. A., wir fahren zu Durand Industries und schauen mal, was da so los ist", teilte er dem Sergeant mit. B. A. nickte nur zum Zeichen, dass er verstanden hatte und schlug die Richtung zu dem Geschäftsgebäude ein. Er war noch nie ein Mann der vielen Worte gewesen, aber er konnte genau einschätzen, wann der Colonel sich Sorgen machte und in diesem Moment war es so. Als das Autotelefon im Van klingelte, schreckten beide Männer aus den Gedanken auf. Schließlich ging Hannibal ran und verstellte seine Stimme, als er ins Telefon raunte: "Gärtnerei Garber, welchen Baum dürfen wir für Sie einpacken?" B. A. grinste verschmitzt, während er sich auf die Strasse konzentrierte. Am Telefon meldete sich Murdock, der überglücklich war, den Colonel erreicht zu haben. Er schilderte dem Colonel die Lage und dass er auf dem Weg zurück zu Durand war, wo sich der Rest des Teams dann auch treffen wollte.
Face lehnte am Baum und überlegte, wie er am Besten aus dem Schlamassel heraus kam. Das Improvisieren gewohnt, kam ihm schnell eine Idee. Er musste etwas tun, womit keiner rechnete, also vergewisserte er sich noch einmal, dass weit und breit niemand zu sehen war, bevor er sich vom Baum löste. Er zupfte seine Kleidung zurecht und wollte wieder in das Gebäude gehen, weil er glaubte, dass ihn dort niemand suchen würde. Doch ein Gefühl sagte ihm, dass er damit genau den falschen Weg einschlagen würde. Also machte er eine Kehrtwendung und entfernte sich vom Gebäude. Niemand bemerkte ihn, bis er das Pförtnerhäuschen des schwer bewachten Geländes erreichte. Die Wache löste sofort den Alarm aus und alle wussten nun, wohin sie rennen mussten. Face seufzte und nahm die Beine in die Hand. Mit wenigen Schritten war er an dem Pförtner vorbei und hechtete auf der anderen Strassenseite in den Strassengraben. "Warum musste ich ausgerechnet diesen Anzug anziehen?" jammerte er leise vor sich hin, als er sich im Dunkeln aufraffte und im dichten Gestrüpp nach einem Unterschlupf suchte. Er wusste, dass er mit seinem Knie nicht allzu weit kommen würde. Trotzdem entfernte er sich immer mehr von der Strasse ins Dickicht. "Verdammt Murdock, warum musstest du auch mit meinem Wagen verschwinden?" murmelte er weiter vor sich hin. Nachdem er bestimmt eine halbe Stunde immer weiter gegangen war, erreichte er einen Wald, der von der Strasse doch schon einige Kilometer entfernt war. Es dauerte nicht lange und er hatte ein Versteck unter einer Baumwurzel ausgemacht, in das er sich nun kauerte. Seine Verfolger hatten ihn bisher nicht eingeholt, aber vielleicht hatten sie die Suche wegen der Dunkelheit und dem dichten Bewuchs auch schon aufgegeben. Eine andere Sorge schlich sich nun in seine Gedanken. Wie sollte er zur Strasse zurück kommen? Zum Team? Sein Knie schmerzte nun doch merklich und er bezweifelte, dass er noch einmal einen solchen Gewaltmarsch zurücklegen konnte. Irgendwie erinnerte ihn dieses ganze Szenario an Vietnam und selbst da hatte ihn Hannibal immer gefunden, egal wie sehr er sich auch zu verstecken versucht hatte. Er hoffte, dass der Colonel immer noch diese Fähigkeit besaß.
So verharrte er dort.
In der Zwischenzeit kamen die anderen an ihrem geplanten Treffpunkt alle an. Amy konnte eine Bestürzung auf Hannibals Gesicht erkennen. Sie wurde ängstlich. „Hannibal, mei… meinst Du, er ist noch am Leben?“, fing sie an zu stottern. „Schätzchen, wenn mir hier noch länger den Nachbarn am Gartenzaun mimen, da bestimmt nicht mehr lange!“, murrte Hannibal sie sehr nervös an. „Schaut mal, die laufen so aufgescheucht, als ob ein Fuchs im Hühnerstall war und dort sein Unwesen getrieben hat, demnach lebt unser Füchslein noch!“, versuchte er sich und die anderen zu beruhigen. „Der kann unmöglich noch auf dem Gelände sein!“, sprach B.A. .
„Ja, Colonel, ich denke B.A. hat Recht, denn bei dem guten Wach- und vor allem Schießdienst da drinnen, hätte keine Fliege auch nur 5 Minuten überlebt, aber unser…“, er wollte seinen Satz zu Ende bringen. In genau diesem Moment hörte er einen Hubschrauber starten! Vor schreck blieb sein Mund offen stehen. „Planänderung, also gut, wir haben keine Zeit mehr, die werden sich wohl noch an der Fuchsjagd weiter beteiligen! Das müssen wir denen versalzen, also wie ich unseren Face kenne, liebt er ja kleine Nachtwanderungen! Wir werden sie erst mal ablenken, und weglocken! B.A. du liebst es doch auch mit dem Feuerwerk zu spielen! Also, wenn Face es sieht, müssen wir ihn nur auf dem Weg dahin abfangen! Murdock du musst uns ein Hubschrauber besorgen! B. A. macht das Feuerwerk und lockt alle weg hier, während Murdock und Amy dann unseren „Kleinen“ wieder einsammeln, werde ich mich mal da drinnen umschauen, nicht das wir ihn doch noch dort drinnen, nach Monaten irgendwo eingekerkert finden! Wenn ihr ihn habt, kommt ihr mich abholen, aber möglichst unauffällig, verstanden! Also los jetzt, wir werden noch kaum Zeit haben!“, meckerte er die anderen sehr vorwurfsvoll an. Er wollte keinen Widerspruch aufkommen lassen, dass er nun auch noch da einfach so hinein gehen wollte.
Murdock zog Amy zur Vette. Amy standen die Tränen in den Augen. H.M. versuchte dass nun zu überspielen, da er sie nicht weinen sehen mochte. Er fing an zu Pfeifen, Amy sah ihn fragend an: „Ja, Face liebt dieses Ohrwurm!“, versuchte er sie abzulenken. Sie tastete nach der von ihm Entgegengestreckten Hand. „Murdock, was machen wir wenn mir so schnell kein Hubschrauber bekommen?“, fragte sie verzweifelten Blick. „ Also, der Colonel wollte einen Hubschrauber, doch Face ist nun mal nicht da, dass weiß der Colonel auch. Du er wollte nur dass ich dich erstmal in Sicherheit bringe, da es bis ich mit den Hubschrauber zurück komme, es bereits zu spät wäre, er hat es mir in einer stillen Minute gesteckt, ich sollte Dich den besorgen lassen, damit du daraus bist! Dann sollte ich mit einem LKW, den die Beiden ihn ihrer Abwesenheit im Sheriff Büro gebaut haben auftauchen! Er steht dort im Schuppen hinter dem Sheriff-Offices. Aber wenn du ihn erzählst, was ich dir jetzt gesteckt habe, dann war es deine letzte Windmühlentour mit mir! Außerdem werde ich, wenn er mich fragt, alles abstreiten, denn ich bin ja bekanntlich nicht mehr zu zurechnungsfähig“, grinste er leicht verlegen.
B.A. fuhr ein ganzes Stück weg, suchte eine guten und übersichtlichen Platz auf einem Hügel. Fing dann ganz eifrig an seine Böller und Signal Raketen als Zeichen und zur gleichzeitigen Ablenkung in den Himmel zu schicken. Hannibal sah die Eröffnung und dachte bei sich: „ Wenn das Feuerwerk bekanntlich die bösen Geister verjagt, dann hoffentlich nicht nur am Sylvester!“. Er fing an unwillkürlich über sein Gefühl nach zudenken, wie oft er einen Mann im Vietnam verloren hatte. Alles würde ich dafür im Kauf nehmen, nur bitte keinen meiner Jungs mehr!“, machte er sich plötzlich Vorwürfe, dass er Face und Murdock, da allein rein geschickt hatte. Dann sah er die meisten Männer mit scharfen Wachhunden in Richtung des Waldes verschwinden! Er zögerte nun.Starbuck: hat den nächsten Beitrag geschrieben:
Es machte keinen Sinn, wenn Hannibal nun weitere Gedanken an ein mögliches Fehlverhalten seinerseits verschwendete. Schon zu oft hatte er das Team in Zwickmühlen gebracht, um es anschließend wieder dort heraus zu holen. "Da sind wieder Murdocks Windmühlen", murmelte der Colonel grinsend vor sich hin. Er gab sich einen Ruck und machte sich auf zum Gebäude. Immerhin hatte er sich nun jahrelang auf seine Schützlinge verlassen können, also warum sollte ausgerechnet dieses Mal etwas mit seinen Anweisungen schief laufen. Nach kurzer Zeit hatte Hannibal die Haupteingangstür des Gebäudes unbemerkt erreicht. Er wunderte sich, dass anscheinend fast alle Wachleute zur Suche abkommandiert worden waren. Im Nu war er durch die Tür ins Innere des hohen Hauses geschlüpft. Die gähnende Leere machte es ihm einfacher, als Face es vorher gehabt hatte. Erschreckt bemerkte Hannibal, dass Kameras an den Wänden montiert waren und alles im Auge behielten. Daher legte er sich eine neue Taktik zurecht, indem er von Schatten zu Schatten hüpfte, immer wenn die Kamera gerade einen anderen Bereich filmte. Es dauerte so zwar einige Zeit, bis der Colonel endlich dort an kam, wo er hin wollte, aber er schaffte es, ohne entdeckt zu werden. Im vierten Stock des Gebäudes befand sich der Aktenraum und genau dort wollte Hannibal hin. Die abgeschlossene Tür war kein Hindernis, denn auch der Colonel konnte mit Dietrichen umgehen. Er benötigte zwar eine ganze Zeit länger als sein Lieutenant gebraucht hätte, aber es war niemand da, der Verdacht schöpfen konnte. In aller Seelenruhe betrat Hannibal den Raum und machte sich an die Suche. Durch seinen Besuch im Sheriffsbüro wusste er nun auch, wonach er suchen sollte und wurde daher fast sofort fündig. "Ist ja interessant", sagte er leise zu sich selbst. Die Akte versteckte er unter seiner Jacke, bevor er die Schubladen des riesenhaften Schrankes wieder schloss. Nun war nur noch der Rückweg fällig. Doch es war verdächtig ruhig draußen. "Zu ruhig", stellte der Colonel fest und trat auf den Flur. Er ging zum nächsten Fenster, um nach draußen sehen zu können, doch er konnte im Dunkeln nichts sehen. Entweder war die Verglasung des Gebäudes absolut schalldicht, oder irgendetwas war schief gegangen. Hastig rannte Hannibal nun im Dunkeln die Treppen herunter, die Kameras ignorierte er, schließlich hatte er gefunden, was er suchte. Als er aus der Tür trat hörte er den Hubschrauber und auch den weiteren Lärm, der normalerweise zu hören war. Erleichtert atmete Hannibal auf und suchte den Weg zum Van.
Face hockte noch immer unter der offen liegenden Baumwurzel, als das Spektakel los ging. Erschreckt machte er einen Satz nach vorne und stieß sich dabei leicht den Kopf. "Aua, was machen die wieder für einen Mist", jammerte er leise. Das Feuerwerk knallte weiter und Face rutschte unter der Wurzel hervor, um sehen zu können von wo es abgefeuert wurde. Das Bellen eines Hundes ließ ihn zusammenfahren, doch sofort bemerkte er, dass es von sehr weit weg kam und in eine völlig andere Richtung gerichtet war. Sollte er nun in Richtung des Feuerwerks gehen? Nein, damit würde er ja den Verfolgern in die Arme laufen. War es nur ein gewiefter Plan, um ihn aus der Reserve zu locken? Oder war es wieder einer von Hannibals verrückten Einfällen? Seufzend stand der Lieutenant eine ganze Weile da. Was sollte er bloß tun? Er beschloss, zumindest die Richtung des Feuerwerks anzupeilen und sich dann aus sicherer Entfernung einen Überblick zu verschaffen. Vorsichtig humpelte er los, sein Knie tat nun doch höllisch weh. Doch schon nach kurzer Zeit hörte er einen Hubschrauber. Erschreckt hockte er sich hin, so gut es ging, um mit dem Bewuchs um ihn herum zu verschmelzen. Ein dicker Scheinwerfer an der Unterseite des Helikopters beleuchtete die Pflanzen. Es war definitiv, dass jemand nach ihm suchte. Nur wer? Peck beobachtete einen Augenblick lang den Hubschrauber, um dann erleichtert festzustellen, dass es Murdock war, denn nur er flog so wahnwitzig tief. Schnell war Face auf den Beinen und versuchte in den Lichtkegel zu kommen, so dass Murdock ihn entdecken konnte. Keine fünf Minuten später hatte der Helikopter auf einer kleinen Wiese aufgesetzt. Doch das sollte noch nicht die Rettung sein, denn in diesem Moment fing der Motor an zu stottern. "Verdammte Mühle! Bei Murdock wird nicht gestottert!" fuhr der Captain das Fluggerät an. Doch umsonst, die Rotoren drehten unaufhörlich langsamer, als der Motor ganz den Dienst versagte. "Murdock, das ist nicht dein Ernst, oder?" fragte Face seinen Freund und rollte mit den Augen. Weit und breit war nichts zur Reparatur oder zum Auftanken zu entdecken. Der Blick, den die Beiden austauschten, sagte alles. Jetzt saßen sie zusammen in der Patsche. "Sancho Panza, wir müssen den herkömmlichen Weg zu den Windmühlen nehmen", meinte Murdock. "Und der wäre?" kam die Frage von Face. "Laufen!"
Ltnd. Faceman
Also machten sie sich auf dem Weg. Face sein Knie schmerzte immer unerträglicher. Er stolperte mehr, als das er lief oder gar auch nur ein Fuß vernünftig vor den anderen setzen konnte. Murdock sah, dass seinem Freund die Kräfte langsam verließen. Er versuchte ihn wieder in das Gespräch über Windmühlen zu verwickeln, und hoffte, dass Faceman, dann seine starken Schmerzen vergessen würde. Im Moment herrscht um sie herum eine abenteuerliche Stille. Face stöhnte plötzlich über die Beule am Kopf. Diese meldete sich nun wieder. Inzwischen war es richtig tief dunkel geworden und wurde kälter.
Hannibal lauschte angestrengt, er konnte keinen Hubschrauber mehr hören.
„Da stimmt irgend etwas nicht!“, sagte er zu sich selbst. Ihm wurde wieder sehr unbehaglich zu Mute, so lange konnte Murdock einfach nicht überfällig sein, das Feuerwerk war auch schon länger erloschen. Er marschierte in die Richtung, wo er B.A. mit den Van vermutete. „Erst mal Ruhe bewahren, Colonel!“, sprach er sich selbst den Mut zu. Ihn gingen sämtliche Gedanken, durch den Kopf. „Wenn sie Face nun doch noch erwischt haben und ihn hier draußen kalt gemacht haben! Nein, das hätte ihn nicht passieren dürfen! Ich bin für den Jungen irgendwie verantwortlich, gut er ist ein Soldat.“ Ihn fröstelte es plötzlich von innen her.
B. A. stand zögerlich am Rand des Weges, er hatte ja erst noch den Hubschrauber gesehen, mit einem Mal war der aber verschwunden. Keiner erschien wie geplant bei ihm, nicht einmal der Colonel. Er war in großer Sorge um die anderen, das würde er ihnen aber nie gestehen. Er trat von einem Bein auf das andere, dann beschloss er einfach, ein Stück dahin zu fahren, wo er den Hubschrauber zu letzt gesehen hatte. „Vielleicht, marschierte Murdock da herum, wenn ihm etwas mit dem Hubschrauber passiert war.“, dachte B.A. ganz besorgt um die Verschollenen. Er schnappte sich das Telefon, rief Amy an und informierte sie darüber ,was passiert war, und wies sie an auf jeden Fall dort zu bleiben, falls wider Erwarten, einer der Jungs, bei ihr auftauchen würde.Hannibal warf einen Blick auf seine Uhr. Doch diese war stehen geblieben. Seine Augen waren sehr unglücklich. Er wusste nicht, wie er B.A. die Botschaft überbringen sollte, das Face wahrscheinlich gar nicht mehr lebte. „Vielleicht war Murdock auch nicht mehr, so verspätet wäre nicht mal Murdock aufgetaucht, in dieser Beziehung, wenn es drauf ankommt, war jeder der Jungs immer erstaunlich pünktlich.“, dachte er bei sich. Er stolperte über einen Stein. Er raffte sich wieder hoch. Er lauschte, blickte sich um, aber wieder war nur diese olle Stille da. Diese Stille hätte er woanders genossen, aber nun nervte sie ihn richtig. Kein Licht, nicht einmal B.A. seinen Van konnte er entdecken. „Verdammt!“, fluchte der Vietnamveteran. „Wo seid ihr Jungs?“, er wurde immer betrübter.
Zur selben Zeit stoppten Face und Murdock an einem Fluss. „Siehe da, mein Sancho Panza! Ein Fluss und ein Fluss führt meistens zu einer Mühle! Wir werden den Kampf gegen die Windmühlen gewinnen.“, schrie er aufgeregt, „ Schau mal, da ist sogar ein Kanu!“ Face rutsche den Abhang herunter, stolperte in das Kanu, was Murdock, bereits auf dem Bach schob. Dann fasste er sich wieder am Kopf, sagte zu Murdock, „Wenn ich auch nur einmal noch was von einer Windmühle hier hören muss, dann ersaufe ich dich eigenhändig heimlich hier am Fluss!“, griff Face ihn mit einem scharfen Ton an, den man von ihn sonst niemals hören würde. Es wurde noch kälter.
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B. A. fuhr mit dem Van immer weiter in die Richtung, wo er den Helikopter zuletzt gesichtet hatte, doch er konnte im Dunkeln wenig entdecken. Als ihn plötzlich vor ihm ein Mann auf der Strasse auftauchte, trat er voll auf die Bremse. Die Räder blockierten, der Asphalt war jedoch zu glatt, so dass das riesige schwarze Gefährt ins Rutschen kam. Noch rechtzeitig hielt das Fahrzeug, bevor es den dunkel gekleideten Mann überrollen konnte. Der Sergeant versuchte ruhig zu bleiben und kurbelte das Fenster der Fahrertür herunter. "Was gibt es denn?" fragte er ungewohnt freundlich nach. "Haben Sie einen Mann gesehen? Schlank, recht gutaussehend, Anzugträger. Wir suchen nach ihm", beschrieb ihm der Security-Mann. "Nein", antwortete B. A. und schüttelte den Kopf. "Darf ich Sie noch etwas fragen?" Der Sergeant nickte. "Warum wollen Sie in diese Sackgasse fahren? Am Ende ist nichts als ein Zaun und viel Wald und Wiese zu sehen", stellte der Typ fest. "Gut, dass sie das sagen", entgegnete B. A., "ich habe mich nämlich verfranzt, wissen Sie, ich komme nicht von hier. Wie komme ich zur nächsten Tankstelle, wo ich eine Karte der Gegend kaufen könnte?" B. A. hoffte, dass sein Gegenüber auf seine Lüge herein fiel und hatte Glück. Kurz erklärte ihm der Mann, wie er zurück zur Stadt kam. Danach wendete er und fuhr zurück zum Treffpunkt mit Hannibal. Vielleicht war der inzwischen aufgetaucht. Wieso hatte er überhaupt seinen Platz verlassen, ohne dem Colonel eine Nachricht zu hinterlassen?
Hannibal ging weiter und suchte nach dem Van. "Verdammt, wo sind die alle? Jungs, das ist ein schlechter Scherz!" grummelte der Colonel leise vor sich hin. Im nächsten Augenblick blendeten ihn zwei Scheinwerfer von einem Fahrzeug, welches die Strasse entlang kam. Schnell konnte er das familiäre Motorengeräusch des Vans ausmachen. 'B. A. hat sicherlich Face und Murdock abgeholt', dachte er sich. Mit wenigen Schritten war er bei der Beifahrertür, hatte diese aufgerissen und war auf den Sitz gehopst. Sein Blick ging sofort nach hinten in den rückwärtigen Teil des Vans, wo er aber niemanden entdecken konnte. Verunsichert ging sein Blick zu B. A.. "Wo sind Face und Murdock?" fragte er befehlsgewohnt. "Der Hubschrauber ist scheinbar dort hinten beim Wald runter gegangen. Aber so wie es aussieht, konnten die Beiden entkommen", klärte der Sergeant seinen Colonel auf. Zumindest etwas erleichtert, atmete Hannibal auf. "Gut, dann müssen wir die Beiden nur noch wiederfinden."
Murdock zuckte bei der scharfen Ansprache seines Freundes zusammen. Doch er überspielte die Drohung mit einem Grinsen. "Aber Sancho Panza...", begann er, nur um erneut von Face angefahren zu werden: "Murdock, hör' auf mit dem Scheiß!" Doch schon im nächsten Moment tat dem Lieutenant diese Äußerung leid. "Entschuldige", sagte er leise, "aber lass' uns bitte einfach zusehen, dass wir hier heil heraus kommen. Und das möglichst ohne viel Fußweg." Murdock nickte verständnisvoll und machte sich eine mentale Notiz, seinen Freund in einer ruhigen Minute erstmal richtig durchzuchecken. Mit wenigen Handgriffen hatte er das Kanu Reise bereit gemacht und die Fahrt konnte los gehen. Face machte es sich so gemütlich, wie es nur ging, während Murdock die Steuerung übernahm. "Hoffentlich weißt du auch, wohin du uns bringst", versuchte Peck eine Konversation zu beginnen, doch Murdock ging nicht darauf ein. Statt dessen konzentrierte er sich vollkommen auf die Kanufahrt. So fuhren sie eine Weile den Fluss hinunter, bis dieser sich immer mehr verbreiterte und in einen See mündete. "Ob wir wohl auch eine Insel finden, so wie Huckleberry Finn?" fragte Murdock plötzlich in die Stille hinein. "Hm?" Face war kurz davor gewesen, einzuschlafen, als ihn der Kommentar wieder weckte. Doch er antwortete nicht und Murdock erwartete auch keine Antwort. Sie blieben eine zeitlang ruhig und ließen sich vom Wasser weiter über den riesigen See treiben, bis schließlich Face meinte: "Es wird langsam Zeit, wieder an Land zu kommen, meinst du nicht?"
Ltnd. Faceman
„Ja, außerdem werden die anderen sich bestimmt schon Sorgen machen!“, erwiderte Murdock nun sehr ernst. „Aber sage einmal, was meinst Du was wird Hannibal zu diesem leinen Büchlein sagen, wenn wir es ihn später zeigen!“, grinste Face ihn an. „Sancho Panza, dass ist ja großartig, wie hast Du denn das wider geschafft?“ „Tja, das ist ein Berufsgeheimnis!“, erwiderte Faceman möglichst gelassen wirkend. „Warte mal da ist eine Hütte, lass uns mal schauen, wenn die gehört!“, meinte der immer noch verletzte Mann.
Sie schlichen sich, nachdem sie das Kanu versteckt hatten, dichter im Schutze der Dunkelheit heran. Face biss sich auf die Zunge, den der Schmerz war nun wieder stärker, er wünschte sich im Moment, nichts mehr als endlich mal etwas Schlaf zu bekommen und seine Verletzungen zu verarzten. Murdock schien sein Gedanken zu erraten.In der Zwischenzeit hatte Amy überhaupt keine Ruhe finden können. Sie machte sich einfach zu viel Gedanken um „ihre“ Jungs. Sie griff nach dem Telefon, wählte die Nummer von dem Van. Das Klingeln des Telefons ließ die beiden im Van aufschrecken. „Süßigkeiten Herstellung Naschiwelt, leider haben wir geschlossen um diese Zeit!“, sprach er in das Telefon. Doch statt der von ihn erhofften Stimme Murdocks, erklang die aufgeregte Stimme Amys am Apparat: „Hannibal, wo seid ihr zum Kuckuck, was ist passiert! Ich habe mir schon Sorgen um Euch gemacht!“ „Ja alles in Ordnung, wir müssen nur noch Face und Murdock wieder finden, dann ist alles wieder in Butter!“, er versuchte beruhigend zu klingen, doch da musterte B.A. ihn skeptisch. Nachdem er aufgelegt hatte, blickte B.A. ihn herausfordernd an. „Sag mal Hannibal, ich habe das Gefühl, du weißt schon mehr was hier gespielt wird! Was machen wir nun? Mich brauchst Du nicht an zu flunkern, du machst Dir mehr Sorgen um die zwei anderen, als Du zugibst, nicht wahr?“, bohrte er nach. „Nur mit der Ruhe, die zwei werden schon klar kommen, außerdem habe ich noch einen Plan! Doch erst müssen wir die beiden anderen finden, die brauchen wir dazu!“, erklärte er mit einer versucht lockeren Betonung in der Stimme. „Ja aber wo sind die beiden, hier gibt es doch keine Windmühle weit und breit, oder? Also, woher wissen wir denn, wo die hin gelaufen sind? Außerdem haben die Wachleute alles hier umstellt? Die sind in der Überzahl und die sind scharf bewaffnet!“, er schluckte deutlich, als er an seine Begegnung mit den Mann zurück dachte.
Während dessen wartete Amy immer verzweifelter auf die Rückkehr der Jungs.
Face und Murdock fühlten sich immer mehr unwohl, je dichter sie an die Tür kamen.
Als sie die Tür fast erreicht hatten, da… .... wurde diese aufgerissen. Schnell suchten Face und Murdock Deckung hinter einem Busch. Es gab nicht viel so nah am Flußufer, zum Verstecken. Da aber eine bewölkte Nacht war, reichte dieser kleine Busch, um die Umrisse der beiden Männer verschwimmen zu lassen. Sie konnten nur schwer erkennen, dass sich zwei Jugendliche aus der Hütte begaben. Sie lachten und waren sich offensichtlich sicher, dass sie allein waren. "Wie gut, dass meine Mom nichts von dieser Hütte weiß", sagte das junge Mädchen und bekam von ihrem Freund zur Antwort. "Ja, welch' ein Glück, dass ihr ehemaliger Besitzer die Behausung verlassen hat." Bei diesen Worten entfernte sich das Pärchen immer mehr von der Holzhütte, um dann nach gut fünf Minuten im weit zurück liegenden Wald zu verschwinden.
Erleichtert seufzten Murdock und Face auf, bevor sie sich langsam näher an die Behausung heran schlichen. Da von innen keine Geräusche zu hören waren, öffnete Murdock vorsichtig die Tür, doch die Hütte war leer. Nur ein paar aussortierte alte Möbel waren vorzufinden. Zu allem Unglück gab es hier nicht mal einen Stromanschluss, also auch kein Telefon. Seufzend ließ Face sich auf dem alten Sofa nieder. "Verdammt, Hannibal wird uns den Hals umdrehen, wenn er uns endlich in die Finger bekommt", meinte er leise. Murdock musste unweigerlich grinsen. Er nahm zwei Decken, die zusammengefalten auf einem Stuhl lagen. "Du ruhst dich jetzt erstmal aus", sagte er ernst zu seinem Freund und wickelte ihn in die beiden Decken ein. "Und was machst du?" wollte Face wissen. "Ich suche Holz, damit wir im Kamin ein Feuer machen können. Wenn es hell wird, können wir damit vielleicht Rauchzeichen senden", antwortete Murdock. "Rauchzeichen? Ich dachte, du bist Don Quijote und nicht irgendein Indianer", neckte der Lieutenant den Captain.Hannibal überlegte, wo er nach einem Hinweis suchen konnte, wohin sich seine beiden Schützlinge abgesetzt hatten. Solange die bösen Jungs nach ihnen suchten, waren sie noch flüchtig und am Leben. "B. A.? Ich brauche eine Karte der Gegend. Eine Wanderkarte oder sowas", teilte er dem Sergeant seinen Gedankengang mit. Dieser fuhr auf direktem Weg zurück zur Stadt, damit sie an der Tankstelle eine Karte besorgen konnten. Mit dieser Karte ausgerüstet, stieg Hannibal in den hinteren Teil des Vans, wo er diese komplett ausbreiten konnte. B. A. schaltete das Licht ein und sah zu seinem Freund. Hannibal studierte das Papier und ließ sich von B. A. zeigen, wo er den Helikopter zuletzt gesehen hatte. Nachdenklich sog der Colonel jedes kleine Detail der Karte in sich auf und schließlich entdeckte er den Fluß. "Mit etwas Glück sind die Beiden dem Verlauf des Wassers gefolgt", grinste Hannibal nun. "Du glaubst, sie sind zur nächsten Stadt unterwegs? Das ist aber ganz schön weit", stellte B. A. fest. Sein Freund nickte. "Ja, du hast Recht. Zu Fuß werden sie nicht allzu weit gekommen sein und mit dem Van kommen wir nicht zu dem Gewässer. Spätestens am See müssen die Beiden aufpassen, dass sie nicht den falschen Weg einschlagen." Hannibal wirkte wieder nachdenklich und trug die Fakten zusammen: "Hätten sie ein Telefon, hätten sie sich schon gemeldet. Also müssen sie noch irgendwo unterwegs sein und eine bessere Spur als den Fluß und den See haben wir nicht. Aber jetzt im Dunkeln wird das sowieso nichts mehr, da sieht man ja die Hand nicht mehr vor Augen." "Also fahren wir zu Amy und suchen im Morgengrauen weiter?" fragte der Sergeant etwas hilflos. "Sehr viel mehr können wir nicht tun, B. A.", entgegnete der Colonel. "Ich hoffe nur, dass die Beiden einen Unterschlupf gefunden haben", fügte er an. In diesem Moment hörten die beiden Soldaten einen Wagen auf den Parkplatz der Tankstelle rasen. Überrascht sahen sie auf und stellen fest, dass es der Sheriff war. "Schnell, wir müssen weg hier", wies Hannibal B. A. an, der nicht lange fackelte und den Van startete.
Ltnd. Faceman
Sie entkamen so gerade rechtzeitig noch ihren Verfolgern. Beunruhigt fuhren beide sehr ermüdet zu Amy zurück, diese erwartete sie bereits erwartungsvoll. Kaum, dass sie den Van kommen sah, lief sie zur Haustür und öffnete sie. Da erkannte sie Hannibals besorgten Blick, als sie ihn stürmisch umarmen wollte, bemerkte sie ihn sein sehr ernstes Gesicht. „So, nun lasse uns erstmal hinein, Amy! Tja, wir werden unseren Abend, ohne die beiden verbringen müssen!“, sprach er sehr gereizt klingend und todernst aussehend. Die sonst so cool wirkende Frau brach in Tränen aus: „Hannibal, dass ist doch nicht dein Ernst, die erfrieren doch da draußen oder die Kerle finden sie noch!“, stöhnte sie verbittert. „Tja, Amy! So leid es mir tut, da müssen die beiden jetzt selbst mit fertig werden, wir können erst morgen was für sie tun!“, sagte er und marschierte ohne weitere Erklärungen in sein Zimmer. „Der Colonel hat Recht, verdammt, wenn ich mit den beiden nur tauschen könnte!“, rutschte es ihm heraus. Die mutige Frau schaute ihn sehr nachdenklich an. Sie versuchte ihn seinem Blick etwas zu lesen. „Keine Sorge Amy, wenn die sie finden, werden sie die Beiden vielleicht nicht gleich kalt machen, denn Hannibal hat etwas mitgenommen, dass sie haben wollen, sie würden höchstens mit uns verhandeln wollen! Außerdem haben die Jungs Überlebenserfahrung im Busch schon öfters sammeln können.“, erklärte er ihr. Sie blickte ihn an, merkte dass sie wieder schwach wurde. B.A. nahm sie gleich in die Arme, als sie dann die Stimme des Anführers laut durch das Gebäude hörten: „Ab ins Bett mit Euch, ihr müsst morgen schon sehr früh vollkommen wach und fit sein, damit wir im Morgengrauen noch den Jungs suchen gehen können.“ Da blickten sich beide besorgt aussehend an und verschwanden, wie befohlen in ihre Zimmer.
Hannibal konnte einfach nicht einschlafen, obwohl er todmüde war. „Verdammt, Jungs wo seit ihr bloß?“, dachte er, als er so nachdenklich am Fenster stand und in die Dunkelheit rausstarrte. Das er sich sehr um die beiden sorgte, würde er aber nie zu geben. Schließlich war er ja auch immer der coolste Typ egal, was auch immer passierte. Er durfte nie seinen Jungs oder Amy seine Zweifel zeigen, denn er wollte ihnen ja noch keine Hoffnung nehmen, oder gar sich selbst, war es alles nur ein reiner Selbstschutz? „Wenn ich einer von Euch wäre, dann…“, dachte er, als er von nebenan plötzlich B.A. sein Schnarchen vernahm. „Wenigstens kommt er jetzt zu Ruh!“, schoss ihn der Gedanke in den Kopf.
Zu derselben Zeit schlief Faceman in der Hütte ein. Er lag da sehr erschöpft, immer noch eingehüllt von den Decken. Murdock schlich sich in im nächsten Augenblick, um die Hütte in der Hoffnung etwas Holz zu finden. Er hoffte, dass es vielleicht, sogar noch ein Holzvorrat geben könnte. Er merkte, dass es inzwischen mächtig kalt geworden war. „ Keine Sorge, Billy und ich, werden mit dem Holz zu dir bald zurückkehren, mein Freund.“, sprach er zu sich selber. Er war froh, überhaupt eine Stimme in dem so zur Zeit schrecklich stillen Wald zu hören. Da schrie ganz unerwartet ein Käuzchen laut auf. Vor Schreck stieß der Captain an etwas an. „Das ist ja großartig!“, stieß er hervor: „Billy , hättest Du das gedacht, da liegt ja schon fertiges Holz kamingerecht gespalten! Da wird unser Faceman stolz auf dich sein, mein Bester.“, jubelte er laut auf. Er nahm den Holzstoß, betrat, den Raum damit leise. Er blickte zu seinem Freund. Doch dieser schlief inzwischen sehr tief und fest. „Na gut, dann werde ich auch erst mal mich an unseren Ofen setzen!“, meinte er nachdem er den entzündet hatte. Er blickte nachdenklich in die Flamme des Kaminfeuers…... und versuchte eine Möglichkeit zu finden, wie er Hannibal kontaktieren konnte. Dabei dachte er weniger an die modernen Methoden wie einem Telefon, sondern nach kurzer Zeit sprang auf und suchte einen Zettel. Nachdem er seine Hosen- und Jackentaschen durchsucht hatte, zog er schließlich ein kleines Stück Papier hervor. Zum Glück lag auf dem einzigen Tisch in der Hütte ein Kugelschreiber, mit dem er einen kurzen Morsecode auf dem Blatt vermerkte. Nach einigem Suchen konnte er sogar eine leere Cola-Flasche finden, die mit ihrem Deckel zugeschraubt war. Er öffnete die Flasche, prüfte noch einmal, ob sie auch wirklich leer war und schob dann den Zettel zusammengerollt hinein. Zum Schluss drehte er den Deckel wieder auf den Flaschenhals und verließ leise die Behausung. Murdock entfernte sich ein kleines Stück von der Hütte und ging vorsichtig zum Ufer, wo das Wasser das Land berührte. Er holte weit aus und warf die Flasche in die Dunkelheit. Es dauerte ein paar Sekunden, bis er sie ins Wasser eintauchen hörte und er glaubte sie trotz allem auf dem kühlen Nass schwimmen sehen zu können. Zufrieden mit seiner Flaschenpost, machte er sich wieder auf den Weg zurück in die warme Holzhütte. Er rutschte näher an das Feuer, als er wieder drinnen war, um sich zu wärmen und hoffte, dass keine ungebetenen Besucher in der Nacht auftauchen würden.
Es war einige Stunden später, als ein Knacken Murdock hochschrecken ließ. 'Muss wohl eingeschlafen sein', dachte er sorgenvoll und lauschte in die nur schwach erleuchtete Umgebung. Wieder konnte er ein leises Knacken vernehmen. Zuerst hatte er das Feuer neben sich in Verdacht, doch schnell konnte er feststellen, dass die Geräusche von draußen kommen mussten. Das Feuer im Kamin war fast erloschen, also schob er nun ein wenig Holz nach. Wer oder was auch immer da draußen war, wusste, dass in der Hütte jemand sein musste. Mit nur wenigen Bewegungen war Murdock zu dem Sofa hinüber gehuscht. "Murdock? Hörst du das auch?" fragte Face sofort bevor der Captain eine Frage stellen konnte. "Du bist wach?" wollte der erstaunte Murdock flüsternd wissen. Peck nickte, was sein Gegenüber im schwachen Schein des Feuers nur erahnen konnte. Zusammen horchten sie weiter nach draußen, bis ein neuerliches Geräusch sie kurz zusammenfahren ließ. "Es ist auf keinen Fall Hannibal oder B. A.", stellte der Lieutenant leise fest. Murdock sah ihn mit großen Augen an und fragte: "Woher willst du das wissen?" Face zog eine Schnute und antwortete: "Vietnam." Mehr brauchte er nicht sagen. Die beiden Männer sahen sich einen Augenblick nachdenklich an. Jegliche Kommunikation lief nun über Blicke, Mimik und Gesten. Murdock huschte wie ein Schatten zur Tür und versteckte sich dort, um jeden Eindringling sofort aus einer guten Position angreifen zu können. Face verharrte auf dem Sofa und spielte den Schlafenden. Doch nichts geschah. So warteten die beiden Soldaten eine geschlagene Stunde, doch es waren keine Geräusche mehr zu vernehmen. Murdock wurde nun ungeduldig und öffnete vorsichtig die Tür. Es dauerte einen Augenblick lang, bis sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Langsam schlich er um die kleine Hütte herum. Nichts. Im nächsten Moment konnte er dann jedoch ein Licht im ein Stück weit entfernten Wald sehen. Eine Taschenlampe. Schnellen Schrittes war er wieder in der Hütte und half seinem Freund auf die Beine. "Nichts wie weg hier, wir bekommen Besuch", teilte er Peck mit. "Verdammt, immer stören die meinen Schönheitsschlaf", gab Face zurück und raffte sich auf. "Du hast nicht zufällig dein Pferd Rosinante dabei, Don Quijote?" fragte er leicht gequält bei dem Gedanken an einen weiteren Fußmarsch. Ohne eine Antwort abzuwarten zog er sich die beiden Decken vom Sofa, hängte eine davon Murdock um und wickelte sich in die zweite ein. "Mit ein wenig Glück können wir uns am Waldrand verstecken", sagte er zum Captain und deutete auf die Decken, die als Tarnmuster dienen sollten. Murdock grinste und zusammen machten sie sich auf zum Waldrand in entgegengesetzter Richtung ihrer Verfolger.
Ltnd. Faceman
Genau zur derselben Zeit wachte Hannibal auf. Er war klitschnass geschwitzt. Er fühlte sich miserabel. „Das fehlt mir jetzt gerade noch, dass ich jetzt flach liegen muss!“, grummelte er vor sich hin. „ ich kann das mir jetzt nicht erlauben, krank zu werden, zum Kuckuck!“, schimpfte er vor sich. „Aber was musste ich die Jungs auch allein zu diesen wahnsinnigen hinschicken! Aber wenn sie zusammen sind, schaffen die Beiden alles, ganz sicher! Habe Vertrauen!“, raunte er sich selbst zu, das war der Satz, den er zu Face so oft schon gesagt hatte, um ihn zu ermutigen. „Die schaffen es schon, Face und Murdock haben schon größere Probleme gemeistert!“ ,entfuhr es ihm lauter als es ihm bewusst war.
Plötzlich hörte er eine Stimme vor seiner Tür. Dann klopfte es an ihr. „Ja, Kleines komm ruhig herein!“, sagte er. „ Ich wollte dich nicht aufwecken! Hannibal, aber… .“, sie hatte geweint, dass sah er und hat sich noch nie so hilflos gefühlt, wie jetzt, die Jungs konnte er immer mit einem dummen Spruch wieder trösten, doch bei ihr fehlten ihm einfach die Worte. Wenn er je eine Tochter gehabt hätte, müsste sie so wie Amy sein!“, dachte er so bei sich.
Amy blickte ihn an. Da rollte ihr wieder eine Träne über die Wange. Er versuchte die Lage zu überspielen, aber dann tat er doch noch was sie sich erhofft hatte, er ging von sich selbst auf sie zu schloss sie in seine Arme. Das fiel ihm leichter als er dachte. Sie fing an zu schluchzen. „Ist in Ordnung, Kleines! Lass es nur raus!“, erwiderte er ihr daraufhin ungefragt. „Also es fängt langsam an hell zu werden.“, stellte er nach etwa einer halben Stunde fest, sie standen immer noch eng aneinander geschmiegt. „Also gut, wir werden nun weitersuchen!“, hatte er das Gefühl zu reden zu müssen. „Ja, Danke für alles!“, blickte ihn Amy mit verheultem Gesicht an. „Wofür?“, grinste er sie sehr verlegen an. Da war wieder der Moment, der ihr wieder Hoffnung gab, dass es den zwei anderen wohl gut ginge. B.A. erschien mit den Worten: „Auf geht’s, suchen wir unsere beiden Nervensägen, ich vermisse sonst schon was!“, gab er diesmal freiwillig zum Erstaunen aller zu. So machten die drei sich auf die Suche in der Morgendämmerung.
Faceman und Murdock hatten eine doch weitere Strecke zurückgelegt, als sie vorhatten. Nachdem sie vor den offensichtlichen Verfolgern, die sich der Hütte näherten, wegliefen. Haben sie sich dreimal um ein gleiches Waldstück verlaufen. „Murdock, das darf doch nicht wahr sein, ich denke du warst mal bei den Pfadfindern, Junge! Der Waldrand muss doch da hinten liegen, wo ich es dir sagte.“, er wurde sehr mürrisch zu Murdock. „Genieße lieber die schöne Natur hier, denn den Stadtmief hast du schnell genug wieder.“, versuchte der als verrückt geltende Mann sich zu verteidigen. „Ja, hast ja recht aber ich kann nicht mehr laufen!“, klagte der immer noch humpelnde Mann. „Ja, tut, mir leid, aber schau mal das muss der richtige Weg sein, zumindest sieht das nach dem Waldrand aus!“, fing er an zu Jubeln. Face fing an sein Kopf zu schütteln. „warum passiert mir immer so etwas? Ich hoffe, dass es den anderen gut geht, was ist wenn sie einen von den anderen erwischt haben? Der Gedanke kam ihn hier nun das erste Mal! Nein, dass darf einfach alles nicht wahr sein!“, dachte er ganz still bei sich. „Hoffentlich, sind auch die Damen in Frieden gelassen worden. Wenn einer der Kerle auch nur eine von den beiden Damen noch mal angefasst hat, dann vergesse ich mich!“, rotierten ihn ihm die Gedanken weiter, als er brav hinter Murdock weiterstolzierte. „Habe Vertrauen!“, schoss Faceman der nächste Gedanke in den Kopf, dass war der Satz, den er so oft schon von Hannibal gehört hatte.Hannibal hatte sich mit B. A. und Amy wieder auf die Suche gemacht, doch auf halbem Wege zum See waren sie wieder umgekehrt. "Hannibal, wie konntest du das nur vergessen?" fragte B. A. seinen Befehlshaber. "Ich habe es nicht vergessen", gab der Colonel giftig zurück, denn auch ihm zerrte diese Sache nun an den Nerven, "ich wollte nur verhindern, dass sie uns bei der Suche behindert." Nun schaltete sich Amy in die Unterhaltung ein. "Hannibal, ich kann auch bei ihr bleiben und ihr zwei sucht alleine", war ihr Vorschlag. Grimmig verzog der Angesprochene das Gesicht. "Nein, sechs Augen sehen mehr als vier", antwortete er befehsgewohnt und hoffte, dass es nicht allzu viele Probleme gab, wenn sie jetzt die Kellnerin mitnahmen, um bei der Suche zu helfen. Hannibal wollte ein Auge auf sie haben, bevor auch an dieser Stelle wieder unverhoffte Komplikationen auftraten.
Im Wald bemerkte der Gedanken versunkene Lieutenant nicht, dass Murdock stehen geblieben war. Daher lief er ihm in den Rücken. "Murdock!? Was...", begann er zu wettern, doch als er aufschaute blieben ihm die Worte im Hals stecken. Sein Blick folgte dem steilen Waldboden, der sich vor ihnen auftürmte. "Na klar", maulte Peck, "und da oben ist die Strasse, hm?" "Sieht ganz so aus, Face", gab Murdock zurück und machte sich daran, die ersten Meter des steilen Hanges zu erklimmen. Der Lieutenant zögerte einen Augenblick. Er wusste, dass er mit seinem Bein lange bis ganz nach oben brauchen würde. "Nun komm schon und trödel nicht da rum", hörte er seinen Freund sagen und ihm war klar, dass sie nicht ewig Zeit hatten. Irgendwann würden die Verfolger auch hier her kommen und wenn er dann immer noch dort stand und überlegte, wäre es zu spät. Also machte er sich zusammen mit Murdock an den Aufstieg. Eine ganze Zeit später hatten sie die Strasse erreicht und gingen nun langsam an ihr entlang. Es waren nur wenige Fahrzeuge unterwegs und bei jedem Auto, welches den beiden Soldaten entgegen kam, versteckten sie sich, wenn sie erkannten, dass es nicht der Van war. "In welche Richtung gehen wir eigentlich?" frage Face Murdock, welcher ihm nur philosophisch antwortete: "In die Richtige!" In jenem Moment kam ein weiteres Fahrzeug auf sie zu...Ltnd. Faceman
„Murdock, Achtung! Da kommt wieder ein Fahrzeug!“, Face wollte gerade wieder weg springen, doch da krachte er mit Murdock zusammen, der sich das Fahrzeug genauer betrachten wollte, bevor sich wieder in Deckung begeben wollte. So knallten beide mitten auf die Straße. Krach Murdock lag oben auf >Face sein Rücken, dabei hatte sein Knie sich unbeabsichtigter Weise in den Magen Murdocks gebohrt. Face lag da auf dem Rücken, wie ein Maikäfer, als er die Bremse quietschen hörte. Im selben Moment stoppte der Wagen noch gerade eben rechtzeitig! Da Fenster wurde vom Fahrer runtergekurbelt, eine ihn en vertraute Stimme rief laut : „Seit ihr wahnsinnig, habt ihr nichts besseres zu tun als euch auf der Straße im Dreck zu wälzen!“, höhnte eine sehr ironische Stimme. Murdock starrte den Bus an. „Nein Face, erzähle mir jetzt nichts davon, das muss wohl eine Fata Morgana sein , was ich sehe!“, sein Stimme zitterte, nie zuvor hatte er sich so über das Auftauchen des Muskelbepackten Mannes gefreut. Face musste trotz der Schmerzen, die sich durch den Zusammenprall vergrößert hatten unweigerlich grinsen. „B.A., wenn alle so schnell wie Du am Steuer wären, dann würden nicht mehr so viele Wildunfälle passieren!“, erwiderte Face mit einem Lächeln um seine merkwürdige am Boden liegende Position zu verbergen.“ „Macht dass Ihr in den Van kommt, sonst mache ich Euch Beine!“, antwortete B.A. immer noch über das plötzliche Auftauchen seiner vermissten Freunde sehr geschockt. Die beiden nahmen Platz, da lief Amy eine Träne herunter, was ist passiert, Amylein, flötete Murdock nun sehr erleichtert, dann ihn die Last nun genommen wurde sich allein um seinen verletzten Mann zu kümmern. „Murdock Face, ich habe gedacht, ihr seid … Ich habe mir Sorgen um Euch gemacht, dann liegt ihr hier plötzlich wie ein Schrotthaufen auf der Straße umher!“, sie musste vor lauter Erleichterung laut lachen. Hannibal schwieg zum Erstaunen aller, er konnte nicht zu geben, aber er hatte sich ja schon selbst Vorwürfe gemacht, dass er die Jungs zu diesem Kerl allein gelassen hatte. Um das zu Überspielen sagte er demonstrativ „Und ich dachte schon, ihr hättet Euch aus dem Staub gemacht!“, versuchte er es mit einem Schuss Ironie. Die Blicke aller trafen ihn recht sauer aussehend! „Na ja, den Anzug bezahlt dir unser Kunde!“, tat er großzügig, da er auf gar keinen Fall seine Gefühle zeigen wollte, gerade nicht vor Amy. Doch seine besorgten und nun sehr erleichtert aussehenden Augen haben diese Gefühle bereits verraten. Face biss sich die Zunge zusammen, doch seine Schmerzen waren sehr stark. „Ach, ja! Es ist ja unglaublich, was die Leute heute alles so offen im Büro liegen haben!“, versuchte er zu scherzen. Dann gab er Hannibal das kleine Buch, welches die Reise unbeschadet überstanden hatte. „Also, holen wir unsere Kellnerin ab!“, sprach der Colonel mit einem erleichterten Blick auf Face und Murdock. Sein überhebliches Grinsen kehrte wieder zurück. „Jetzt, passt mal auf, der Papa macht jetzt eine Show abziehen!“, lachte er noch nicht wissend, was inzwischen alles schon passiert war.
Als das Team das Haus der Kellnerin erreichte, schien das Haus verlassen zu sein. Es wirkte wie ein Geisterhaus. Einige Fensterscheiben waren eingeworfen worden, die Haustür hing nur noch an einer Angel und stand sperrangelweit offen. B. A. trat voll auf die Bremse und der Van rutschte erst noch ein Stück, bevor er zum Stehen kam. Die hinten Sitzenden wurden durcheinander gewirbelt und murrten ob der Fahrkünste des Sergeants. Zu diesem Zeitpunkt war Hannibal schon aus dem Fahrzeug gesprungen und auf dem Weg zur Tür. Face riss die Schiebetür auf und sprang heraus, nur um im nächsten Augenblick an sein Knie erinnert zu werden. Er stoppte und verzog das Gesicht. Danach humpelte er zum Heck des Vans, wo Murdock sich zu ihm gesellte. Mit wenigen Handgriffen hatten die beiden die Hecktüren geöffnet und die Waffenkiste geöffnet. In jenem Moment stieß auch B. A. zu den Beiden und Face verteilte die Waffen. "Du bleibst hier", sagte Murdock todernst zu ihm und komischerweise akzeptierte der Lieutenant den Befehl ohne Widerworte. Er ging humpelnd zurück zum Van und setze sich wieder zu Amy, die ihn verwirrt ansah. "Willst du den Anderen nicht helfen?" wollte sie wissen, worauf ihr Peck antwortete: "Nein, ich bin nicht ganz einsatzfähig und würde sie nur behindern." Nach diesen Worten kletterte er ans Steuer des Vans. Ein Gefühl sagte ihm, dass sie unter Umständen schnell verschwinden mussten.
Im Haus waren Hannibal, B. A. und Murdock dabei, die Räume systematisch abzusuchen. Überall bot sich ihnen das gleiche Bild. Möbel lagen verstreut auf dem Boden, genau wie die Inhalte der Schränke. Jemand hatte nach etwas gesucht, aber hatte er es auch gefunden? Die Kellnerin war verschwunden, im Haus war von keiner Menschenseele etwas zu sehen. "Sie müssen sie gekidnappt haben", murmelte Hannibal leise. Plötzlich klingelte das Telefon und alle drei Anwesenden zuckten zusammen. "Hallo?" fragte der Colonel in die Leitung. "Wenn Sie die Kleine lebend wiedersehen wollen, dann sollten sie uns unsere beiden Bücher zurück geben", raunte ihm eine Stimme vom anderen Ende der Leitung zu. "Sie wollen also einen Austausch?" Hannibal versuchte den Mann in ein Gespräch zu verwickeln, um etwas Zeit gewinnen zu können, damit er sich in Gedanken schon mal einen Plan ausdenken konnte. "Ja, wollen wir", kam die Antwort, "in einer Stunde am Holloway Creek." Ein Klicken verriet, dass der unbekannte Mann einfach aufgelegt hatte. Hannibal seufzte. Würde ihm rechtzeitig etwas einfallen?Ltnd. Faceman
Als die Jungs aus dem Gebäude kamen, wollte Amy gerade zu ihnen laufen, da hielt Face sie aber am Arm fest. „Warte einen Augenblick, Amy!“, sagte er zu ihr. In den nächsten Moment deutete er auf den Schuppen, neben den Gebäude. Face schrie mit einen Mal: „Deckung Jungs!“ Denn da hockte einer der Kerle im Gebüsch und feuerte auf die Jungs, die gerade vor die Tür traten. Face sprang aus dem Van, legte an, knickte mit dem Fuß um, da er sein Humpelbein vergessen hatte. Doch der andere lief unbehelligt davon, dann hörte man einen Turbolader sich noch entfernen. „Verflucht, das wäre beinahe ins Auge gegangen! Face du Schlafmütze!“, brüllte Hannibal ihn an. Dieser schluckte wütend und rang nach Luft. Amy sah seinen verletzten Blick aber sie schwieg. Sie wusste, dass der Colonel ihm seelisch wehgetan hatte. Aber dann kamen alle zum Van heran. „B.A. , eine Stunde haben wir nur, also zaubere uns was mit den Maschinen , die dort sind. „Da muss ich dich enttäuschen, da sind keine Maschinen mehr drin.“ Alle schauten sich hilflos an, „Moment mal Colonel, als wir hier her kamen, da habe ich beim Nachbarn viele Maschinen gesehen, der hatte alles von kleinen Traktor bis zum Riesigen Mähdrescher und Häcksler da stehen. Das hatte übrigens mir auch die Kellnerin bestätigt, noch bevor ihr hier gewesen seid, da ich ja mal eine Minute auch mal um Haus mit ihr gehen durfte!“, grinste er breit. „Aber kann jemand die Geräte denn auch fahren? Denn ich kann ja kaum schon kaum B.A.s Bus fahren mit dem Fuß hier.“, erwiderte er ohne eine Antwort ab zuwarten. „Nun ja! Ich bin schon einmal damals bei meinen Onkel mit Trecker gefahren!“, erklärte Amy nachdenklich. „Aber der hatte gerade mal ein paar PS und nicht so groß wie die hier!“, meinte sie. „Da muss B.A. noch etwas verändern daran, also gut Amy, kannst Du uns schnellstens zwei Duplikate dieser Bücher besorgen, die müssen nur täuschend echt aussehen! Aber ihr habt alle nur noch eine dreiviertelstunde Zeit, der Rest geht an Fahrzeit drauf. Wir müssen pünktlich sein! Seit alle mal pünktlich!“, ein leichtes Grinsen rutschte ihn über sein Gesicht, während er seine schwarzen Lederhandschuhe anzog.
So fuhr Amy mit Face als Beifahrer in B.A.s Van los. Während die anderen sich an die Verschönerung des Riesen Häckslers und des PS- Starken Traktor machten. Der Nachbar wurde vorsorglich erst einmal gemütlich in seinem Keller eingeschlossen, damit er keine Probleme machen könnte. Dann musste der Colonel lachen: „ Also bin ja gespannt, wie schnell Decker hier sein kann um die Kerle zu verhaften! Der müsste uns ja sehr Dankbar sein, für einen so großen Fang! Entweder weder ich verrückt, oder aber mein Plan funktioniert! Na, Hauptsache der Kurierservice an Decker ist schnell genug und kein bloßer Versprecher von deren Werbung!“, er hatte das Gefühl, das das gewisse Etwas wieder da wäre.
So fuhren sie rechtzeitig, alle getrennt zum Treffpunkt, nach ihrem Gefühl nach sehr gut vorbereitet zu sein….Amy war mit dem riesigen umgebauten Trecker unterwegs, während B. A. den Häcksler zum Zielort steuerte. Hannibal fuhr mit dem Van und Murdock und Face nahmen die Corvette. Für diese Beiden hatte der Colonel einen Spezialauftrag. Da Peck mit seinem Bein nicht so gut fahren konnte, hatte Murdock das Steuer übernommen und fuhr einen Hügel hinauf, von wo aus er sich einen guten Blick über den Treffpunkt erhoffte. Tatsächlich hatte er die Umgebung richtig eingeschätzt und so hielt er mit dem Sportwagen kurz vor der Kuppe des kleinen Berges. Beide Insassen stiegen aus und Face schnappte sich sein Scharfschützengewehr, welches er aus dem Van mitgenommen hatte. Murdock nahm sich ein Fernglas und zusammen machten sich die Beiden auf den Weg auf die Kuppe. Oben angekommen, konnten sie bereits die Schurken in einiger Entfernung erkennen. "Huch, ist ja doch noch ordentlich weit weg, der Treffpunkt", rutschte es dem Captain heraus und er sah den Lieutenant fragend an. "Kein Problem", antwortete Face nur und bezog Position. Da er an seinem Gewehr kein Zweibein hatte, suchte er sich einen kleinen Felsbrocken, auf dem er den Lauf des Gewehres aus dem Liegen heraus abstützen konnte. Nun lagen beide Teammitglieder im Dreck und Murdock visierte durch das Fernglas den Treffpunkt an, während Face noch an seinem Gewehr herumschraubte, um die Zieloptik einzustellen.
Am Treffpunkt tauchte Hannibal im Van auf. Er hatte die Rechnung allerdings ohne die alte Holzbrücke gemacht, die nicht mehr intakt war. So standen beide Parteien an gegenüberliegenden Uferseiten. Bevor der Colonel ausstieg, fingerte er am Funkgerät herum und teilte B. A. und Amy mit: "Seht zu, dass ihr auf der richtigen Seite des Wassers auftaucht!" Danach warf er das Sprechgerät auf den Beifahrersitz und stieg mit einem Grinsen im Gesicht aus. Er ging bis zum Wasser und steckte sich dann demonstrativ eine Zigarre an. "Ich habe hier etwas, was sie wollen, also wie lösen wir das Brückenproblem?" rief er zur anderen Seite herüber und wedelte mit den beiden nachgemachten Büchern. Doch bevor er eine Antwort bekommen konnte, trafen Amy und B. A. mit den beiden Monsterfahrzeugen ein und sorgten für Unruhe und Chaos. Sie fuhren im Zick-Zack zwischen den Automobilen der Gangster hindurch und warfen kleine Dosen zu Boden, welche aber nicht explodierten. Erst als Face mit dem Scharfschützengewehr darauf feuerte, gingen sie in einem Feuerball hoch. Innerhalb kürzester Zeit waren sämtliche Autos zerstört oder nicht mehr fahrtüchtig und die bösen Buben streckten freiwillig die Hände in die Höhe. Hannibal hatte sich inzwischen mit dem Van einen Weg auf die andere Seite des Gewässers gesucht und kam gerade am Schauplatz an, als in der Ferne Sirenen ertönten. "Verdammt, Decker ist zu früh dran", murmelte Hannibal, während B. A. und Amy noch die Verbrecher knebelten. "Face, Murdock? Seht zu, dass ihr weg kommt! Wir treffen uns in Montana", meldete er dem Team auf dem Hügel die Ankunft des Militärs. Zum Glück hatten sie für diese Situationen einen Notfallplan...Ltnd. Faceman
Als die Kellnerin Face anblickte und ihnen Danken wollte, drückte Face ihr die echten Beweismittel, also die richtigen Bücher in die Hand. „Also, wenn wir noch mehr Zeit hätten, dann…!“, er drückte ihr einen Kuss auf. „Nein nicht schon wieder! Soldat, der Abmarschbefehl ist bereits gekommen! Es warten noch meine Windmühlen auf uns, San.. .“,fiel ihm Murdock ungeduldig in das Wort. Er kam aber gar nicht mehr dazu auszusprechen, da Face in bereits in den Wagen zog. „Also, ich hoffe, dass der Wald in Montana nicht so groß ist, um sich zu verlaufen. Das letzte Mal ist dieses Mal, dass ich mit dir allein in ein Wald gehe. Aber es stimmt schon, von wegen im Wald sind die Räuber, die trauen sich da ja gar nicht hin! Aber na ja, unsere Bootsfahrt war ja eigentlich ganz nett, oder?“, grinste er freundlich seinem Freund zu.Hannibal wartete noch solange, bis er gesehen hatte, das Decker die Beweismittel in der Hand hielt und offensichtlich sich über den von der Kellnerin bestellten Gruß, den sie ja von Hannibal an ihn persönlich ausgerichtet hatte, bekommen hatte, sich sichtlich ärgerte. Dann winkte er ihm noch mal mit seinen immer noch angezogenen schwarzen Handschuhen erwartungsvoll zu und sprang schnell zu dem Rest des Teams in den Van, zündete sich die Zigarre an, die er von Face vorhin noch bekommen hatte. Da brauste der van auch schon mit qualmenden Reifen los. „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert, aber dass nächste Geschenk für unseren Murdock oder Face wird ein Kompass sein!“, feixte er und sah B.A. und Amy darauf viel sagend an.
In Montana traf sich das Team wieder und suchte tatsächlich den Rancher auf, der die Anzeige in der Zeitung aufgegeben hatte. Das dort geschilderte Problem hatte sich aber bereits gelöst, als endlich die Bundespolizei eingegriffen hatte, doch nun waren Arbeitskräfte Mangelware und Hannibal war der Ansicht, dass sich das Team einen Urlaub verdient hatte.
"Du kannst uns doch nicht zum Arbeiten schicken, wenn du sagst, wir bräuchten mal Urlaub", jammerte Face, als er am nächsten Morgen am Frühstückstisch saß und Hannibal die Aufgaben für den Tag verteilte. "Wer von uns wollte denn unbedingt nach Montana?" fragte der Colonel provokativ und brachte den Lieutenant damit zum Schweigen. B. A. und Murdock grinsten und hatten ihren Spaß. "Sancho Panza, glaubst du, ich finde hier meine Dulcinea?" setzte der Captain noch einen drauf, um Face zu ärgern. Dieser grummelte irgendwelche unverständlichen Worte und stand von seinem Stuhl auf. "Ihr habt alle einen Knall", brachte er noch empört hervor, bevor er das Haus verließ. "Wo will er denn jetzt hin?" wollte B. A. wissen, doch weder Murdock noch Hannibal antworteten ihm. "Mach' dir keine Sorgen, B. A.. Verlaufen kann er sich nicht. Ich habe eine deiner Wanzen in den Knopf seiner Jeans eingebaut. Also finden sollten wir ihn auf jeden Fall", sagte der Colonel nach einiger Zeit. Das Grinsen auf dem Gesicht des Sergeants wurde breiter. Die drei Männer am Tisch sahen sich an, sprachen aber nicht weiter. Sie alle verstanden sich auch ohne Worte. Schließlich stand B. A. vom Tisch auf und machte sich auf den Weg zur Tür, nur einen Augenblick später hüpfte auch Murdock hoch und rannte an B. A. vorbei. "Erster!" rief er und entfernte sich in Richtung des Rinderstalls. "Das werden wir ja sehen", ging B. A. auf die Herausforderung ein und bekam Murdock am Arm zu fassen. Hannibal war inzwischen auch vom Tisch aufgestanden und seinen beiden Schützlingen gefolgt. Was sich vor seinen Augen abspielte, ließ ihn schmunzeln, war er dieses Verhalten doch gewohnt. Zu dritt erreichten sie schließlich den Stall. Sie blieben in der Tür stehen und sahen ins Innere. Hannibal legte grinsend seinen Arm auf B. A.s Schulter. Auf dem Weg zum Stall hatte er sich eine Zigarre angezündet, an der er nun genüsslich zog, sie aber nicht aus dem Mund nahm. "Und B. A.? Habe ich zuviel versprochen?" fragte er. Murdock schüttelte fröhlich den Kopf, während B. A. antwortete: "Nein, du weißt doch, es ist ein tolles Bild, Face den Stall ausmisten zu sehen!" Keine Frage, diesen Urlaub würde das Team genießen.Ende.....
© By Ltnd. Faceman, Sturbuck, Airfish und Bigboss
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