A-Team
„Weihnachtstrubel“
Es ist gerade zwei Wochen vor Weihnachten. Doch das baldige Fest interessiert Face im Moment überhaupt nicht. Er hat ganz andere Sorgen. Zum Beispiel sich genau von diesem Fest so weit fern zu halten wie nur möglich. Denn Weihnachten ist ein Familienfest. Und ja Face hat es nicht gerade so mit einer Familie. Und deswegen hasst er auch die Adventszeit so. Immer das gleiche. Die Leute rennen in der Stadt herum und suchen noch die letzten Geschenke für ihre Familie und Freunden. Doch dieses Weihnachten soll anders werden, doch das weis nur noch niemand...
Nun läuft Face mehr oder weniger gezwungen, durch Amys nette Einladung, bei ihr alle zusammen Heiligabend zu verbringen, durch die Stadt. Er wusste nur, dass er ihr irgendeine Kleinigkeit mitbringen sollte, zum Heiligen Abend, doch was nur? Er rannte durch die ganze Einkaufsstrasse, aber ihm kam einfach keine gute Idee, er wusste, dass Hannibal schon lange für alle, seine kleinen Überraschungen wohl besorgt hat und versteckt hielt. „Warum habe ich mir keine Ausrede einfallen lassen, um den Fest zu entgehen!“, denkt er. Da sieht er einen kleinen Jungen stehen, der sich am Schaufenster die Nase platt drückt. Im selben Moment wird er angerempelt, dabei merkt er, dass eine fremde Hand sich in seine Jacke verirrt hat. Er will nach dem Kerl greifen, doch da spürt er einen Revolver direkt in seiner Magengrube. „So ein Mist! Ausgerechnet mir muss das wieder passieren!“, jammert er vor sich laut hin.
„Ja genau dich, und jetzt her mit der Geldtasche!“, sagt der Angreifer der Face langsam zum Schwitzen bringt. Und dummerweise ist gerade sonst niemand auf der Strasse zu sehen, der ihm helfen könnte, ausser dem kleinen Jungen. Dieser hat zwar gemerkt, dass etwas nicht in Ordnung ist, doch was kann er schon gross machen? Das braucht er gar nicht mehr den Face startet einen Angriff und es gelingt ihm auch. Nach einem Volltreffer mitten ins Gesicht liegt der Dieb am Boden. Face freut sich schon innerlich nur leider zu früh. Denn da kommt der Rest der Bande um die Ecke. Allerdings bemerkt es Face zu spät und ist schon umzingelt. „ Heute ist echt nicht mein Tag“, sagt Face bevor er einen kräftigen Schlag in den Nacken bekommt und bewusstlos zu Boden fällt. Der Junge staunt nicht schlecht als er das sieht. Doch dann bekommt er es mit der Angst zutun. Denn die Gang packt Face einfach und schleppten ihn in ihr Auto. Schnell rennt der Beobachter weg. Bis zur nächsten Strassenecke schafft er’s doch dann geht ihm die Puste aus. Völlig ausser Atem und verwirrt bleibt er stehen. Das Auto der Gangster fährt an ihm vorbei. Im Kofferraum ist ein Tuch darüber gespannt. Eindeutig liegt etwas oder jemand darunter. Was ist da gerade eben passiert?, fragt sich der Junge im Stillen und versucht seien Gedanken zu ordnen. „Was soll ich bloss tun?“, fragt er’s ich dann laut und seufzt laut. „Ich wollte doch nur die schönen Schaufenster betrachten und jetzt steck ich schon wider in Schwierigkeiten“, beklagt er sich laut und denkt dabei schon an den Vortrag seiner Mutter.
Er lief noch ein Stück weiter die Straße entlang. „Nein, nach Hause kann ich jetzt nicht, da kriege ich wieder Ärger aber zur Polizei kann ich auch nicht, außerdem würden die mir eh nicht glauben!“ ,stöhnte er, „Was mache ich nun , wenn die den Mann da töten, dann bin ich ja ein Mordzeuge!“ Er lief noch weiter die Straße hinunter. Er lief auf die Straße ohne zu gucken. Da wurde er plötzlich von einem Mann zu Boden gerissen. Er rappelt sich hoch, sieht den Kerl an. Er hatte Angst vor ihm, denn vor ihm stand ein großer muskulöser Typ, ein Mann mit schwarzer Hautfarbe und mit viel Goldketten umhängt. „He, Mann! Du spinnst wohl, so ohne zu gucken über die Straße zu laufen!“, pfeift er den Kleinen an. „Oh, oh, tut mir Leid, Sir! Das mache ich nie wieder, versprochen! Ehrlich!“ ,dabei schossen ihm die Tränen in das Gesicht. „Ist ja schon gut, Kleiner, ist ja noch mal gut gegangen! Aber, warum hast du denn so geträumt!“ „ Ich kann nicht darüber reden!“, sagt er mit einem besorgten Blick. „Ich danke Ihnen! Aber ich muss jetzt nach Hause….“ Dann fing er wieder an zu Weinen, in diesem Moment B.A. legte seine Hand auf die Schulter des Jungen und blickte ihn durchdringend an. Dann …
Dann stiegen plötzlich noch andere Männer aus. Die sahen zum Glück nicht so furcht erregend aus. Doch ganz geheuer sind sie ihm trotzdem nicht. Der grosse Kerl beugt sich jetzt zu ihm hinunter. „Na wie heisst du denn, Kleiner?“ „Jonny“, kam die Antwort eher zögernd. Jetzt kommen auch die beiden anderen Männer näher. „Hey ich bin Murdock“, stellt sich der lächelnde Mann vor. „Und das ist B.A und ich bin Hannibal“, fährt der Älteste von allen fort. „Also was ist los? Du kannst doch nicht einfach so auf die Strasse rennen!“, fragt wieder der Mann der angeblich B.A heissen soll. „Nichts so wichtiges“, flunkert Jonny und wischt sich schnell die Tränen weg. „Ich muss dann mal weiter“, sagt Jonny dann und macht sich schnell auf zum gehen. Denn er braucht jetzt dringend seine Ruhe um über alles nachzudenken. Deswegen verdrückt er’s ich ganz schnell bevor Die Männer überhaupt etwas dagegen machen können. Doch so einfach lässt B.A ihn nicht gehen. Also macht sich das Team auf, dem Jungen zu folgen. Dieser weis anscheinend nicht wo er hin soll. Er läuft mal da und mal da hin. Doch nach einer weile hat er sich für ein kleines Strassenkaffe entschieden. Kurz darauf gehen auch sie hinein und schauen sich erst mal um. Der Junge sitzt in einer Ecke, trinkt einen Kakao und ist in seinen Gedanken versunken. Mit Schwung setzen sich die Jungs auch zu ihm an den Tisch. Jonny verschreckt so sehr das ihm fast der Kakao über die Hose kippt. Doch Hannibal kann die Tasse gerade noch rechtzeitig halten bevor sie umkippt. „Was wollen Sie?“, fragt Jonny ängstlich. „Wir wollen dir helfen, also was ist los?“, fragt Murdock während die Kellnerin gerade kommt und die Bestellung aufnimmt. Hannibal bestellt sich einen Kaffe, B.A ein Glas Milch und Murdock eine Cola. Kurze Zeit später sind die Getränke bei ihnen angekommen. Doch Jonny ist immer noch ins einen Gedanken versunken und hält sich im Schweigen. Er weis nämlich nicht so recht, ob er ihnen vertrauen kann oder nicht.
„Nun , mein Junge, ich glaube mir müssen Dich dann wohl zur Polizei bringen, wenn Du hier so alleine rum läufst, denn es wird jetzt langsam Dunkel draussen und Du weißt ja hoffentlich, dass kleine Jungs Abends ins Haus gehören, es ja nicht ungefährlich im Dunkeln hier in unserer Gegend.“, versuchte Hannibal ihn zum Reden zu bringen. „Also, dann trinke aus, wir bringen Dich zur Polizei!“, log Hannibal ihn vor. „Nein, bloß nicht!“, stöhnte der Kleine. „Dann bekomme ich wieder Ärger, dass könnt Ihr mir nicht antun!“, verzweifelte er langsam. „sag mal Hannibal, Face wollte mir doch noch Bescheid geben heute, ob er am Feiertag mit zu Amy kommt!“, fragte Murdock, der ungeduldig schon auf den Anruf seines Freundes wartete. „Ja, Murdock! Du versteifst Dich nicht darauf, der wird wieder so eine Ausrede sich einfallen lassen, um selbst am Feiertag allein zu sein. Du weißt doch, er flieht lieber vor Familien festen, anstatt sich zu freuen, dass seine Freunde mit ihm diesen Feiertag als seinem Familienersatz zu feiern! Er ist da leider damit so stark traumatisiert, der drückt sich dieses Jahr mal wieder! Ich hoffe nur, dass er nicht irgendwann ganz bei jedem Feiertag aus dem Staub macht! Du weißt ja, „Thanks Giving“, wollte er ja auch schon abtauchen, aber dieses Jahr, gerade weil Amy dass erste Mal mit uns feiert, ist er ihr das Dabei sein doch einfach schuldig, oder? Wir müssen ihn einfach heimlich zu seinen Glück zwingen!“, grinste Hannibal. Der Junge wollte sich verdünnisieren, da hielt B.A. ihn am Ärmel fest.
„Jetzt lasst mich doch bitte gehen“, fleht der Kleine, während dessen versucht er aus B.A.s Griff zu entkommen. Doch dieser lässt ihn nicht los ganz im Gegenteil. „Nun setzt dich doch wieder“, sagt Hannibal und deutet auf den Platz neben ihm. Stöhnend lässt er sich auf den freien Platz fallen und beschliesst zuerst die Männer ein wenig besser kennen zu lernen, damit er dann sehen kann ob er ihnen vertrauen kann oder nicht. „ Warum will dieser Face denn nicht diese schönen Feste feiern?“, fragt er dann wirklich interessiert. „das ist eine lange Geschichte“, weicht Murdock geschickt aus. „Und warum schaust du so traurig aus der Wäsche?“, fragt Murdock als Gegenzug. Soll ich es sagen oder nicht? Was passiert wenn ich es ihnen erzähle? Würden sie die Polizei rufen?“, diese Fragen schiessen dem Kleinen schwer überlegenden Jungen durch den Kopf. Doch dann beschliesst er es ihnen doch zu sagen. „Ich habe gesehen, wie ein Mann entführt wurde“, sagt er dann plötzlich. Die Jungs schauen ihn kritisch an. Es ist totenstill. „Du hast was gesehen?“, fragt Hannibal. „Ich war dabei wie ein paar Männer einen anderen Mann bewusstlos geschlagen haben und ihn mitgenommen haben.“, wiederholt Jonny langsam genervt. „Und wer war der Mann?“, fragt dann B.A mit einem prüfenden Blick zu Hannibal. „Ich weiss es nicht, ich kenn ihn ja nicht.“, verteidigt sich Jonny, als er den bohrenden Blick von B.A sieht. „Jetzt sag, bitte nicht, dass er einen Anzug an hatte und eher ein gut aussehender Mann war“, sagt Murdock langsam mit Besorgnis in der Stimme. „Doch das trifft zu und er hatte eher schlechte Laune“, antwortet Jonny, „Warum, kennt ihr ihn?“ Alle drei stöhnen gleichzeitig auf.
„Sag mal, was hat er Dir für diese Show an Taschengeld geboten!“, sagte Hannibal. „Er wird sich dieses Jahr nicht drücken können! Wo ist er denn jetzt, hat er einen Urlaub gebucht oder was?“, grummelte Hannibal genervt. „Also, Hannibal, wenn dass so wirklich ist mit ihm, ich denke, du solltest ihn bei mir ins Zimmer einweisen lassen, der Doc wird ihm schon zum Reden bringen, warum er sich jedes mal versucht zu drücken!“, maulte Murdock, der sich ärgerte darüber, dass Face ihn mal wieder nicht ehrlich sagte, warum er immer nicht an „Familienfeiern“ teilnehmen mochte. „Wovon redet ihr da, ich muss nun wirklich nach Hause es ist schon dunkel, sonst bekomme ich noch Ärger. Und außerdem habe ich nur den Mann gesehen, da ich gerade am Schaufenster stand!“
„Nein, warte! Wo ist er jetzt?“, fragt B.A genervt. Ich weiss es doch nicht die Männer haben ihn mitgenommen!, verteidigt sich der Kleine der so langsam die Nerven verliert. Warum glaubt mir denn keiner?, fragt er sich im Stillen. „Ich muss jetzt wirklich los“, sagt er und steht auf. Gut dann geh aber wenn du Face siehst, sag ihm das gibt mächtigen Ärger!“, sagt Hannibal und bezahlt die Getränke bei der Kellnerin. Jonny dreht sich ohne eine Antwort zu geben um, und verschwindet. „Ist mir doch egal was die denken ich hab schliesslich jetzt noch besseres zutun!“, redet Jonny vor sich hin während er die Strasse überquert und Richtung nach Hause sich schon eine Ausrede einfallen lässt für seine Mutter.
„Also gut, fahren wir erst mal nach Hause!“, meinte der Colonel total enttäuscht von der scheinbaren Aktion seines so plötzlich verschwundenen Schützlings. „Ja ich glaube, den sollte ich mir mal vorknöpfen, Colonel! Wenn du das gestattest, ich habe Ahnung davon wie man mit schwer therapierbaren Patienten umgeht!“, grinste er höhnisch.
„ Ja aber alles merkwürdig, der Junge schien aber nicht nur geflunkert zu haben, er schien auch sehr bedrückt zu sein!“, gab B.A. nachdenklich zu bedenken. „Tja, die Buben werden eben auch immer dreister!“, erklärte der Colonel sehr nachdenklich, denn inzwischen war er sehr gereizt, da er meinte Face, würde ihm immer nach all den Jahren zusammen, immer noch eine Problem, eine innerliche Wunde , die noch nicht ganz geheilt war, vor ihm und den Jungs, so geheim halten. Warum vertraut er uns nicht sein wirkliches Leid an? Warum wollte Face seine seelische Wunde vor ihnen so geheim halten?“, er seufzte tief. Murdock blickte seinen Chef an, er merkte dass dieser in Gedanken versunken war. Er überlegte kurz, schnappte sich daheim kurz den Telefonhörer und rief Amy an. Dann erzählte er ihr von der haarsträubenden Geschichte. Dies hatte tief Luft geholt und antwortete: „Meinst Du echt? Was Hannibal kennt, ja ich weiß Face spielt immer den supercoolen, aber wie könne wir ihn helfen und wo mag er nur jetzt sein. Wenn ich ihn irgendwo treffe, dann nehme ich mir mal in einer Art „kleine Schwester Generalpredigt!“ zur Brust, so wie er mich noch nie erlebt hat! Schließlich spielt er mir ja gegenüber ständig den „Großen Brüderlichen“ Beschützer, immer wenn ein fremder Mann, mich auch nur anguckt! Also habe ich das Recht ihn mal zu recht zu stutzen, oder meinst Du nicht, Murdock? „Ja, vielleicht öffnet er sich deinem weiblichen Charme etwas eher als uns!“, musste Murdock grinsend ihr zustimmen „aber kein Wort über unser Gespräch zu den anderen Amy, ach ja dann beeil dich damit, denn der Colonel ist sehr sauer auf ihn! So enttäuscht, habe ich unseren „Big Boss“ noch nie gesehen! Er fühlt sich eben für uns alle verantwortlich, fast wie ein Papa!“, erklärte Murdock ihr nachdenklich am Telefon.
Sie erwiderte ihn noch:
„Ja ich weiss Face sollte es nicht zu weit treiben, sonst wird aus der Enttäuschung am Schluss noch das Hannibal sauer ist und das kommt nicht gut“. Und dann legt sie auch schon auf mit dem flehendem Gedanken an, dass Face doch noch rechtzeitig zur Vernunft kommt.
Ein paar Meilen weiter liegt Face, auf dem nicht geraden bequemen Steinboden. Er schafft es nicht mal die Augen zu öffnen, anscheinend haben sie ihm irgendetwas gespritzt. Stöhnend kommt er wieder zu Bewusstsein. Doch bewegen liegt im Moment nicht drinnen, sein ganzer Körper schmerzt. Das einzige was funktioniert im Moment ist sein Kopf und dort rasen die Gedanken. Wo bin ich? Was ist überhaupt passiert? Doch plötzlich werden seine Gedanken durch ein Geräusch unterbrochen. Es sind Stimmen, die von weitem her kommen. Da seine Augen nicht gehen sind seine Ohren auf Hochtouren dran. „Was willst du mit denn dem machen?“, fragt eine männliche Stimme. „Hast du gesehen wie der kämpft? Der kann was und solche Männer brauchen wir!“, antwortet die zweite Stimme äusserst genervt. „ Der würde doch niemals mit uns zusammenarbeiten!“, erwidert wieder die erste Stimme. „Dafür kann man Sorgen, es gibt genügend Methoden einen Menschen klein zu kriegen“, antwortet die zwei Stimme mit einem fiesen Lachen. Oh nein, wo bin ich jetzt schon wieder rein geraten?“, fragt sich Face im Stillen. Und keiner der Jungs weiss wo ich bin. Mit Sicherheit wissen sie nicht mal, dass ich entführt worden bin.“
In der Zwischenzeit sprach Hannibal mit keinem ein Wort. B.A. merkte, dass es eine blöde Stimmung sich breit machte. Er gab Murdock ein Zeichen und verschwand mit ihm von Hannibal ganz unbemerkt in die Küche. „Dass wird nun allmählich mal Zeit, dass die so angeblichen Entführer sich mal melden, dann wird Hannibal sich dem Kasper schon zur Brust nehmen, aber warum macht er mit uns so etwas, es sollte doch jeder der kann bei seiner Familie seien , an solchen Tag! Schließlich sind wir ja so was für ihn oder meinst Du nicht Murdock!“, sprach der kräftige Mann, der nun auch langsam sauer wurde. Er schüttelte seinen Kopf, ich habe dass Gefühl, ich muss ihn mir mal auch selber vorknöpfen!“, sprach B.A..
Hannibal runzelte seine Stirn, oder täuschte er sich irgendwie? War da doch noch mehr dran an der Geschichte, und was war mit dem kleinen Jungen, hat er ihn zu früh als Lügner hingestellt?
„Egal es lohnt sich jetzt nicht darüber nachzudenken, er wird schon bald wider auftauchen“, sagt Hannibal laut zu sich selber, mit dem Gedanken sich ganz bestimmt nicht die Vorweihnachtsfreude zu ruinieren zu lassen. Ganz anders als Murdock und B.A. Denn Murdock macht sich Sorgen und B.A ist sauer. Doch Hannibal mischt die Beiden mit seiner gespielten guten Laune. „Murdock, wir sollten noch einkaufen gehen und B.A, du wolltest doch auch noch irgendwo hin?“, sagt er und lächelt vergnügt vor sich hin. Murdock und B.A schauen ihn nur mit grossen Augen an. Doch dann rauften sie sich doch zusammen und lächeln ebenfalls brav.
Bei Face sieht es im Moment allerdings nicht so rosig aus. Er liegt immer noch auf dem kalten Boden und versucht krampfhaft den Würgereiz zu unterdrücken. Denn dieses Zeug, was sie ihm gegeben haben, macht sich langsam bemerkbar. Doch wenigstens bekommt er wieder ein wenig Gefühl in seine Arme und Beine. Langsam öffnet er endlich seine Augen. Doch das was er sieht, hätte er lieber nicht gesehen. Vor ihm stehen zwei Männer und schauen lächelnd auf ihn herab. Stöhnend schliesst er die Augen wieder und versucht aufzustehen. Als er wenigstens sitzt, öffnet er wieder die Augen. „Was wollt ihr von mir“? , fragt er dann. „Du kannst uns helfen“, antwortet einer der beiden Männer. Face erkennt sie nicht so wirklich. Das liegt nicht daran das er die beiden nicht kennt, sondern weil um ihn sich alles dreht. „ Ralf, warum schaut der so drein, hast du ihm etwa eine Überdosis verpasst?“, fragt einer der beiden den anderen. „Hm ja, das könnte noch sein. Na ja, auch egal, dann schläft er halt eben noch ein paar Sunden“, antwortet der andere Mann. Doch das hat Face schon gar nicht mehr mitbekommen. Völlig erschöpft lässt er sich wieder fallen und schliesst die Augen in der Hoffnung, dass seine Kopfschmerzen dadurch nachlassen würden.
So schlenderten die Jungs des A-Team durch die Stadt, ich sehe euch später bei Face in der Bude, das wird erst mal unser Hauptquartier bis wir bei Amy feiern, Strafe muss sein!“, versuchte er betont locker zu wirken. So trennten sich alle drei, jeder ging seinen Weg. Er griff zum Telefonhörer, rief das Waisenhaus an, in dem Face groß geworden war. „Ja, Schwester, ich bin es Hannibal Smith, ja genau der, also ich wollte mal hören, ob sie wissen, wo Face im Moment steckt, es wäre sehr wichtig! Ja, danke das wäre sehr nett!“, bedankte er sich bei ihr. „Diesmal gehst Du wirklich zu weit mit dieser Sache, Faceman!“, brummelte er recht laut vor sich hin.
Murdock konnte sich nicht auf den Einkauf konzentrieren, den er noch vor sich hatte. Kurz entschlossen ging er zum nächsten Telefon, wählte Amys Nummer und als sie den Hörer abnahm und ihre Stimme zu hören war, fiel Murdock in eine neue Persönlichkeit. Diesmal war es die Rolle von Columbo. Er kratzte sich nachdenklich am Kopf und nachdem er Amy alles erzählt hatte, sprach er noch zu ihr: „ Ach und grüßen sie Ihre Frau, ach ja! Amy du hast ja keine Frau, na ja dann eben nicht, ach ja wegen den Parken, darf ich am Heiligen Abend, da drüben stehen, denn mein alter wagen, der soll keinen Kratzer im Lack bekommen, Danke, Dir!“, sagte er und hatte aufgelegt. Amy war geschockt über Murdocks Verhalten, ich sollte mich heute mal mit den Jungs treffen, denn ich mache mir nun auch noch um Murdocks Psyche schon Gedanken. Aber irgendwie hat Murdock recht, das kann gar nicht unser Face sein, da stimmt was nicht, er braucht irgendwie unsere Hilfe! Verflixt, warum darf ich immer die Vernünftigste von denen sein.“, sie machte sich nun wirklich große Sorgen und beschloss auf jeden Fall beim Treffpunkt der Jungs aufzutauchen.
Nachdem Murdock endlich seinen Einkauf beendet hat, macht er sich auf den Weg Richtung Face Haus. Dort als er vor der Türe steht, sieht er dass hinter den Fenstern Licht brennt. Hoffnungsvoll macht er die Türe auf während er im Stillen betet das es doch sein Freund sein möge. Zwar ist schon ein Freund im Haus doch leider, der Falsche. Hannibal dreht seine Runden und überlegt wohl schon seit einer ganzen Weile. Er hört nicht mal, als Murdock auch ins Wohnzimmer tritt. „Hallo Colonel!“, sagt Murdock etwas zögernd und setzt sich auf das bequeme Sofa. Nicht nur das Sofa sieht äusserst schick aus, auch der Rest des Hauses ist geputzt und aufgeräumt. „Ah, hallo Murdock, na wie war dein Einkauf?“, fragt Hannibal der anscheinend mit den Gedanken immer noch ganz weit weg ist. „Ganz okay!“, antwortet Murdock. Und schon kommt B.A durch die Türe gelaufen. Auch er sieht alles andere als glücklich aus. Ohne ein Wort zu sagen, setzt er sich auf einen freien Sessel. Gerade will Hannibal anfangen, mit ihnen einen Plan auszudenken, als die Türe aufgeht. Da das ganze Team dort sitzt, schauen alle erwartungsvoll Richtung Türe in der Hoffnung, dass es Face ist, der hier herein platzt. Doch sie werden enttäuscht. Amy kommt auch mit besorgtem Blick hinein. Die Jungs schauen nicht schlecht, denn mit ihr haben sie gar nicht gerechnet. „Amy was machst du denn hier?“, fragt Hannibal, als er ein Lächeln verkneifen muss. Das ist doch typisch, wenn ein Teammitglied in Schwierigkeiten steckt, sind alle dabei und wollen helfen. Wirklich wie eine kleine Familie.
Sie lächelte ihn an. „Das ist doch klar, dass ich euch nicht alleine lasse!“, erklärte sie mit einem besorgten Blick in Richtung Murdock. „Na ja, also mein Plan ist nun, dass wir uns diesen kleinen Burschen schnappen und ihm mal auf dem Zahn fühlen, es scheint ja so als hat er tatsächlich die Entführung oder so beobachtet!“, gab Hannibal seinen Fehler zu, da er die Lage nicht ernst genommen hatte. „Denn nicht einmal unser Familienfeier Muffel, würde solange diese Spiel treiben, ohne uns anzurufen!“, meinte der Anführer der Söldnertruppe nun sehr nachdenklich. Ich und Amy schauen uns derweil in der Stadt um, ihr versucht bis Morgen Abend den Jungen zu finden! Wir übernachten hier, also bis heute Abend!“, ereiferte sich Hannibal, er hatte ein schlechtes Gewissen, das er Face dieses Mal so Unrecht getan hatte. Amy spielte nervös mit ihren Fingern. Sie wollte helfen, wusste aber nicht wie. Also zog sie es vor erst mal zu schweigen. Hannibal war zu Zeit eh nicht sehr gesprächig. Es war bereits schon spät am Abend.
B.A. und Murdock waren sehr müde aber keiner wollte nun schon ins Bett gehen, und die Suche schon aufgeben. B.A. schien sehr vertieft zu sein in seine Gedanken. Murdock führte nun wieder mal ein Selbstgespräch, „Also nun, Hr. Inspektor, wenn Billy es doch sagt, er hat keine Angst vor dem Weihnachtsmann, deshalb ist er nicht weg, da hat Billy recht! Ach Sir …Ich habe da noch eine Frage… und grüßen sie mir noch Ihre Frau!“, brabbelte er verzweifelt vor sich hin.
B.A. kullerte mit seinen Augen. Dann …
verabschieden sich Amy und Hannibal und machen sich auf den Weg zum Van.
Dort angekommen steigen sie ein in den Van und machen sich auf den Weg in die Stadt. Zwar ist es schon spät am Abend, doch niemand der beiden kann jetzt schlafen. „Wo habt ihr den denn Jungen getroffen?“, fragt Amy nach einer stillen Fahrt. „Wir sind gleich da“, antwortet Hannibal knapp. Anscheinend trifft ihn die Sache mehr als er zugeben möchte. Kurz darauf parkt er den van am Strassenrand. „Hier ist er uns vors Auto gelaufen und er kam aus dieser Richtung“,, sagt er dann und zeigt in die Richtung. „Na gut dann lass uns doch mal in die Richtung gehen“, sagt Amy. Hannibal nickt nur knapp und bewegt sich dann Richtung in die er gezeigt hat. Amy folgt ihm. Sie bleibt dicht hinter ihm da es schon dunkel ist und es ihr hier auf der einsamen Strasse nicht ganz geheuer ist. Nach dieser kleinen Seitengasse kommt eine grosse Strasse mit mehreren Schaufenstern. „Hm irgendwo hier musste es passiert sein“, sagt Hannibal mehr zu sich selbst. Da sieht Amy plötzlich ein kleines Fläschchen auf der anderen Strassenseite. Sie rennt rüber und hebt es auf. Hannibal kommt auch hin und er merkt als erster was es ist. „Das ist Betäubungsmittel“, flüstert er leise.
Murdock und B.A sind währenddessen am etwas Essen. Oder sie hatten es zumindest vor. Denn irgendwie hat niemand von ihnen so richtig Hunger. „Hoffentlich haben Amy und Hannibal etwas herausgefunden“, sagt Murdock als er gerade den Van vorfahren hört.
„Also, der Bengel hatte uns dann, tatsächlich nicht mit angelogen!“, als er mit dem Fläschchen herein kam und es auf dem Tisch für alle sichtbar hinstellte. Er sah sehr bedrückt aus. „Ich habe wohl mehreren Leuten Unrecht getan!“, er guckte die anderen entschuldigend an.
„Also, heute erreichen wir eh nichts mehr!“, meinte der Anführer und gab allen das Zeichen ins Bett zu gehen.
Amy wachte mitten in der Nacht auf. Hannibal versuchte zu schlafen, konnte es aber nicht irgendwie war er sehr nervös.
Am nächsten Morgen saß Hannibal bereits am Frühstücktisch, er schlief erstaunlicher Weise sehr fest. Amy schlich sich leise an ihn vorbei, sie bereitete sehr leise das Frühstück vor, als B.A. um die Ecke guckte, winkte sie ihn und sagte: „Psst, der Chef schläft auch endlich mal!“, B.A. musste einfach grinsen und sagte sehr leise „Ist das nicht niedlich, unseren Hannibal so still und ruhig schlafen zu sehn, wie ein Baby?“, er musste unwillkürlich lachen!“ Murdock schoss gerade in diesem Moment herein, erblickte den noch immer schlafenden Colonel!“, prompt feixte Murdock sich eins. „Sieh einer mal an, unserer eins verrenkt sich sein Hirn, was wir nun machen und der Colonel ruht hier ganz entspannt!“, lachte er lauter als gewollt.
Da wachte Hannibal auf, schlug seine Augen auf und fragte ganz überrascht: „Ihr seid alle schon auf, habe ich verpennt? Das kann doch nicht wahr sein? Also, esst schon einmal B.A. , du und Murdock ihr sucht gleich nach dem Essen , heute nach dem Jungen. Ich und Amy versuchen herauszufinden, wer Face aufgelauert haben konnte und von wo aus, er direkt zu geschlagen hatte. Vielleicht, gab es am Tatort noch mehr Hinweise darüber, wer unserem Freund an das Leder will“. Er versucht ruhiger aus zu sehen, als er in Wahrheit dabei war.
Die anderen stöhnen nur, denn gerade wollten sie mit dem Essen anfangen, da werden sie wie die Hühner herum gejagt. Doch die Sorgen des Colonels sind nicht unbegründet. Denn in diesem Augenblick geht es seinem Freund tatsächlich nicht gerade sehr gut.
„Warum bin ich heute doch gleich noch mal aufgestanden?“, fragt sich Face im Stillen. Dabei ist er sich nicht mal sicher, welcher Tag heute ist. Denn seit er hier drinnen sitzt, hat er jegliches Zeitgefühl verloren. Mal ganz abgesehen, von den Kopfschmerzen, die ihn immer noch plagen, sind jetzt auch noch Hunger und Durst dazu gekommen. Inzwischen kann er schon in seiner Zelle herumlaufen. Fieberhaft versucht er sich einen Fluchtplan auszudenken. Doch mit den Kopfschmerzen ist das eher schwierig. Im Moment wünscht er sich wirklich den Colonel herbei, doch von dem und auch von den anderen ist weit und breit keine Spur. Seufzend setzt er sich auf den kalten Boden.
„Na gut werde ich mal sehen, was die von mir wollen!“, spiele ich mal eine Runde mit zum Schein, vielleicht kann ich denen ja so entkommen! Aber die Jungs denken bestimmt, dass ich mich nun vor der Feier drücken wollte. Aber wenn ich da nun tauschen könnte, würde ich lieber mit den Irren, da unter dem Tannenbaum „White Chrismess“ oder so schmettern. Und ein bisschen mich nerven lassen, wenn Murdock, davon überzeugt ist, dass es einen Weihnachtsmann gibt, denn muss der ja bestimmt seiner Meinung nach auch eine Frau haben, oder nicht?“, er lächelte gequält vor sich hin, bei seiner Phantasiereichen Einbildung, wie wohl Weihnachten bei Amy aussehen könnte, mit den Jungs zusammen. „Was die anderen jetzt wohl machen?“, dachte er angestrengt nach über einen weiterem Fluchtplan nach.
B.A und Murdock blättern gerade das Telefonbuch durch. Also genauer gesagt, blättert B.A das Buch durch während Murdock ihm auf die Nerven geht. „B.A was denkst du gibt es den Weihnachtsmann? Ich hoffe, dass es ihn gibt. Ich glaube, ich habe ihn schon mal getroffen, er hatte einen weissen Bart und strahlend blaue Augen schon richtig magisch“, träumt Murdock vor sich hin. „Wenn du nicht sofort ruhig bist, bekommst du ein blaues Auge!!!“, schnauzt B.A seinen Freund an. „Hier, habe ich was. Eine Familie Morgan wohnt mit einem Jungen in der Nähe, wo wir den Kleinen getroffen haben“, sagt B.A dann und zeigt Murdock die Seite.“ Na gut mein Grosser, auf was warten wir denn noch?“, fragt Murdock lächelnd und schnappt sich das Buch und rennt schon zur Türe. Stöhnend erhebt sich auch B.A. schnappt sich die Schlüssel und gemeinsam gehen sie zum Van und fahren kurze Zeit später schon los. Amy und Hannibal haben sich schon vor einer halben Stunde, mit Face seiner Corvette auf den Weg gemacht. Nun laufen sie schon seit bald einer Stunde umher und Amy ist schon müde. Doch Hannibal zeigt kein Erbarmen. Er hat auch schon seit längerem nichts mehr gesagt, was Amy noch mehr nervt. Doch da hören die beiden plötzlich einen Schrei. Er kommt aus einer Seitengasse. Hannibal zieht seine Waffe und sagt noch zu Amy: „Du bleibst hier, ich komme gleich wieder.“ Und schon rennt er los. Um die Ecke und weg ist er. Zuerst bleibt Amy brav stehen. Doch dann rennt sie auch los. Als sie mit ziemlich viel Schwung um die Ecke biegt, muss sie grinsen. Hannibal wälzt sich auf dem Boden mit einem anderen Mann. Und eine ältere Oma steht zwar eingeschüchtert, aber noch in recht guter Verfassung steht daneben. Sie tut so, als ob sie mit dem Dieb am kämpfen wäre und ballt auch immer wieder die Fäuste. „Na los, ne Rechte! Nein, Achtung!“, ruft sie immer wieder. Amy geht zu ihr hin. „Guten Tag, ist bei ihnen alles okay?“, fragt sie dann. „Ja Schätzchen, natürlich“, antwortet die Oma ohne die Augen von dem immer noch recht spannenden Kampf am Boden weg zudrehen. „Hannibal, wie lange dauert dass denn noch?“, fragt Amy um den Colonel
ein wenig unter Druck zu setzen. In der Zwischenzeit hat sie nämlich wieder Hunger gekriegt. Endlich hat es Hannibal geschafft. Der Dieb liegt erschöpft auf dem Boden. Auch Hannibal ist erschöpft, doch lächeln kann er immer noch. „So, Freundchen, einfach nette Damen angreifen, dass sehe ich ja gar nicht gerne“, sagt er dann. „Und wahrscheinlich gehört er sogar noch zu der Gang, die Face entführt haben“, spricht Amy dazwischen.
„Also, raus mit der Sprache! Wer hat sie damit beauftragt? Wer ist ihr Chef? Und wo habt ihr Mistkerle unseren Freund hin verschleppt? Also lüge mich nicht an, sonst lernst Du mich mal richtig kennen, unsere Familienfeier werdet ihr uns nicht verderben! So sehe mal zu, nicht trödeln, wir nehmen dich erstmal mit zu uns nach Hause, da sind noch ein paar Jungs, die sich freuen, dich und deine Bande in die Finger zu kriegen!“, sprach Hannibal sehr gereizt.
„Einen Moment noch! Ich danke ihnen!“, erwiderte die Oma. „sie zog einen Hunderter aus der Tasche:“ Hier das Geld müssen sie annehmen, keine Widerrede! Für ihre Gute Tat zahle ich gerne! Schöne Weihnachten!“, dann drehte sie um und verschwand.
Später, vielleicht war eine Stunde vergangen, da trafen die anderen wieder ein. Hannibal erklärte den Jungs, was sie erlebt hatten!
Als, sie gerade den Kerl verhörten, klingelte das Telefon. „Amy, geh mal ran! Wir haben hier noch ein Wörtchen mit dem Kerl zu Reden.“
Amy sprach in den Hörer: „Bäckerei Tuttu, was können wir nun für sie tun?“
Sie sind eine Freundin von Mr. Templeton Peck, also hier ist die Schwester Marie, sie glauben nicht was nun passiert ist, es stand eine Frau mit dem Namen Samantha bei uns vor der Tür und sie behauptet , die Mutter von unser Waisenkind Temp zu sein? Sie war in einem Zeugenschutz Programm und dadurch untergetaucht, um den Sohn also Temp zu schützen, hatte sie ihm unbemerkt bei uns in das Waisenhaus gebracht! Um ihn zu schützen, sie hat wirkliche Kenntnisse von Dingen, die mit seiner Ankunft bei uns sonst keiner kenne konnte! Wäre es nicht toll, er möchte bitte schnellstens sich bei mir melden!“ Amy lauschte immer noch überrumpelt und sehr geschockt in dem inzwischen aufgelegten Hörer.
Von nebenan hört Amy die drohende Stimme von B.A. Und kurz darauf redet der Dieb wie durch ein Wunder: „Wir haben ihn in unser Versteck gebracht“, sagt der Dieb mit einer schon fast weinerlichen Stimme. Da hört man einen lauten Knall. Es war ein Schuss aus einer Waffe. Die Jungs werfen sich schnell auf den Boden. Amy die gerade in den Raum kam, wurde von Murdock mit nach unten gerissen. Doch der Anschlag galt nicht ihnen. Denn der Dieb hat jetzt eine grosse Wunde dort, wo mal sein gut funktionierendes Herz war. Schnell stehen die Jungs auf und schnappen sich ihre Waffen und stürmen in den Garten. Der Schuss kam aus einer Hecke. Doch dort ist nun natürlich niemand mehr. Doch ein Auto wird gerade gestartet und genau dieser Wagen rast mit hoher Geschwindigkeit an ihnen vorbei. Und dummer Weise schiesst jemand, gerade noch die Reifen vom Van und die von der Vette kaputt. „So ein Mist“, stöhnt B.A. Amy kommt jetzt auch aus dem Haus hinaus. „Jungs, ihr erratet nie, wer am Telefon war und was sie zu berichten hatte“, sagt sie dann schon fast flüsternd.
„Nicht jetzt, Amy!“, würgte Hannibal ohne ihr zu zuhören einfach das Wort ab! Dann schauen wir erst mal ob es an den Kerl noch was zu retten gibt!“, doch seine finsterer Blick streifte in die Ferne, er war gedanklich ganz wo anders. In genau diesem Moment klingelte schon wieder das Telefon. „Ich gehe schon ran!“, versprach Amy schnell und verschwand schnellstens in das Zimmer, wo das Telefon wiederum klingelte. „Ja Bäckerei Tuttu…Was … .“, doch sie wurde prompt unterbrochen. „Hallo, Mrs. Allen, hören sie dass war eine ganz linke Falle, die haben hier das gesamte Waisenhaus auf dem Kopf gestellt, diese fiesen Kerle, suchen nach Templeton, die wollen ihn wohl sogar töten! Bitte, seien sie alle vorsichtig, könnte sein, dass die bei Ihnen auftauchen. Also das war eine gewaltige Lüge von denen, sie wollen einfach nur Templeton! Keiner weiß etwas von seiner Mutter, tut mir leid, die haben mit der Waffe mich bedroht, die wollten, dass Temp, gleich herkommt. Bitte warnen sie ihn rechtzeitig!“, redete sie aufgeregt in den Hörer. Amy legte dann auf in ihren Kopf schwirrten die Gedanken: „Dann muss Face ihnen entkommen sein, oder waren da noch mehr die ihm nach seinem Leben trachteten?“, dachte sie angestrengt nach. Sie beschloss erst mal zu den Jungs rüber zu gehen in den Nebenraum. Da klingelte schon wieder das Telefon: „Hallo, frohe Weihnachten!“, rief eine betont freudige Stimme in den Hörer, als Amy wieder ihren Satz in den Hörer gesprochen hatte: „Hör zu Amy, kommt zur Wilson Avenue die 5TH. Fragt da nach mir bei Sammy, sie ist eine gute Freundin von mir. Autsch, äh bevor ich es vergesse, ich habe die Befürchtung, dass man euch besuchen kommen wird! Seit bitte, alle auf der Hut, die sind gefährlich. Was passiert ist und warum ich nicht bei denen mehr bin, erzähle ich euch noch. Oh, mir wird schon wieder schlecht! Amy, ich habe hier etwas, was Hannibal gebrauchen kann. Also, beeilt Euch, dann erzähle ich Euch alles!“, erklärte die Stimme geheimnisvoll. Dann bevor sie auch nur ein Wort hätte sagen können, wurde aufgelegt. Die mutige Reporterin hatte sofort die Stimme ihres Freundes erkannt, aber er versucht so normal zu klingen wie möglich, aber dass er wohl starke Schmerzen und vielleicht auch unsicherer als er tat klang, daher spürte sie ein großes Unbehagen. Sie ging zu den Jungs in das andere Zimmer und …
sieht was das Blutbad angerichtet hat. Die Leiche des Diebes liegt auf dem Sofa und ruiniert gerade alles. „Na, da wird sich Face ja freuen“, stöhnt Murdock. Amy ist die einzige die sich ekelt, denn die anderen sind sich diesen Anblick gewöhnt noch vom Krieg her. Durch den Schock dieses Anblicks hat Amy für kurze Zeit gerade vergessen wer angerufen hat. Plötzlich kommt es ihr wieder in den Sinn. „Jungs, Face ist entkommen, er war vorhin am Telefon!“, ruft sie dann fröhlich. Zuerst herrscht völlige Stille. „Wie geht’s ihm? Was hat er gesagt?“, bricht Murdock dann die Stille. Wir sollen zur Wilson Avenue kommen und dort bei einer gewissen Sammy nach ihm fragen“, beendet Amy ihre Erzählung. „Aber, etwas ist da noch, stimmt es?“, fragt Hannibal, der in Amys Augen deutlich merkt dass eins sie noch etwas beschäftigt. „Ja, mal abgesehen, davon dass er verletzt ist, hat er uns noch gewarnt, die Gang würde uns wahrscheinlich noch einen Besuch abstatten, wir sollen vorsichtig sein“, erzählt sie. „Okay, dann fahren wir mal los“, sagt Hannibal. Kurze Zeit später sitzen sie zusammen im Van. Es herrscht wieder Stille. Alle sind in ihren eigenen Gedanken. B.A fährt in Gedanken, deswegen merkt er hinter sich den schwarzen Bus nicht. Plötzlich stösst der mit so viel Wucht gegen den Van, dass dieser ins Schleudern kommt und die Insassen herum geworfen werden. Murdock und Amy, die hinten sitzen, trifft es am schlimmsten. Murdock kann Amy gerade noch festhalten, als sie droht hart auf den Boden aufzuschlagen.
„Verdammt, B.A.! Wo kommen die schon wieder her?“, schreit Hannibal ihn gereizt an. „Die versuchen ja einen tatsächlich das Fest zu verderben!“, maulte B.A. lautstark und ebenfalls sehr genervt zurück. Inzwischen stand der Van nun. „ B.A. du kannst von Glück sagen, dass Amy und ich Billy fest gehalten haben!“, erklärte er mit einen spöttischen Klang in der Stimme. Gerade als B.A. darüber hoch gehen wollte, riss jemand die Vantür auf, zielte mit der Waffe auf die Insassen. Hinter ihm standen zwei finster drein blickende Gesellen, die ebenfalls bewaffnet waren.
„Also, Murdock, wenn du bei der letzten Reise nach Rocky Beach dabei gewesen wärst, dann wäre dein Billy bestimmt nicht eingestiegen, denn das wäre selbst für einen Hund mit seiner Größe zu viel gewesen. Du kennst scheinbar B.A. seinen Fahrstil noch nicht!“, versuchte der Colonel die Gangster abzulenken. „Doch nicht mit so was Smith, da sind sie schief gewickelt, also sie sehen, ich kenne sie und ihre Profis! Wo ist Peck, der hat etwas, was mir gehört!“, sprach der Anführer der Gang. Dann schlug er mit der Faust Hannibal in den Magen. „Außerdem hat er mich schon mal in Vietnam, in den Bau geschickt, indem er mich dort verraten hatte. Dafür schuldige ich ebenfalls ihm etwas! Außerdem hat er seine Aufgabe nicht erfüllt, wie versprochen, dafür zahlt jemand von Ihnen, vielleicht die Dame dort!“, sagte der Mistkerl und griff mit der Hand nach Amy, zog sie zu sich heran richtete die Waffe auf dem Kopf von ihr. Da klingelte das Telefon im Van, die Jungs blickten sich hastig gegenseitig an, könnte das etwa nun ausgerechnet Face sein? Er hatte ja bekanntlich ein Talent dafür in den unpassenden Momenten zu stören. John „Hannibal“ Smith dachte nach: „ Hoffentlich passte Face auf, dass dieser Sammy nicht auch noch diese Kerle gefährlich werden könnte, warum ist er nicht nach Hause gekommen, er wusste ja das die Jungs da waren, er hatte sie ja dort sogar warnen wollen. Face war im Moment ja sehr vernarrt in diese Sammy, von der er den Jungs mal so nebenher erzählt hatte, sie war ja scheinbar dieses Mal eine ernsthaftere Flamme von ihm oder täuschte er sich da ,war sie nur für ihn eine gute Freundin, aber er war verdammt verlegen , wenn die Jungs dass Gespräch auf diese nette Dame zu lenken versuchte. Warum ging er das Risiko ein, dass die Kerle zu ihr hätten finden können, wollte er sie schützen. Wurde ihm damit gedroht, hatten die seine Beziehung zu ihr schon bemerkt und ihm gedroht, dass sie ihr etwas antun würden?“, er überlegte fieberhaft! Er musterte den Wortführer, „Irgendwie habe ich diesen Kerl doch schon einmal gesehen, doch nur wo? Und wie gefährlich war der Kerl?“, überdachte der A-Team Chef die gesamte Lage.
Plötzlich …
hebt B.A einfach das Telefon ab. „Ja?“, fragt dieser dann. „B.A., gib mir bitte mal den Kerl, der gerade vor euch steht“, sagt Face zu seinem Freund. B.A. macht, was ihm gesagt wurde und streckt dem langsam nervös werdenden Gangster das Telefon hin. „Lassen sie, meine Freunde gehen oder ich verbrenne die Dokumente auf der Stelle“, sagt Face mit seiner überzeugendsten Stimme, die er im Moment auflegen kann. „Das würdest du nicht wagen, Peck!, ruft der Gangster ziemlich laut ins Telefon. „Willst du es darauf ankommen lassen?“, fragt Face herausfordernd. „Ich könnte einer deiner Freunde hier auf der Stelle erschiessen“, blufft der Gangster, aber schon mit einer eher leisen Stimme. „Tu es, aber es wird das letzte sein, was du je getan hast, dass verspreche ich dir!“, sagt Face dieses Mal wütend. Die Jungs im Auto hören zwar nicht, was Face sagt, doch sie sehen was die Worte für eine Wirkung bei dem Gangster haben.
Im Nächten Moment lachte Hannibal demonstrativ laut, um die die Kerle zu verunsichern: „Also Murdock, der Temp ist doch ein Teufelsbraten, wie oft habe ich ihm gesagt, man beklaut die Menschen nicht ,ohne ihnen einen Tritt in den Hintern zu geben!“, verhöhnte er die Typen äußerst laut. Diese wurden nervös, in genau diesem Moment schoss jemand von der kleinen Bergkuppe aus, genau vor die Füße des Kerls, der hier den „Big Boss“ spielte. Der Schuss war sehr gut gezielt, dass zeigte, dass der Schütze, welcher in diesem Fall Face war, sein Handwerk beherrschte. Hannibal flog ein breites Grinsen über seinen Mund: „Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert! Egal, von wem er ist!“ „Man der hat ja seine Trefferquote verbessert, eindeutig, hat der denn heimlich „Scharf Schützerei“ gespielt???“, unkte Murdock albern aber sehr erleichtert. In diesem Moment schlug der Rest der Jungs zu, die Fieslinge waren total geplättet von der unerwarteten Attacke. Face stand dort mit der Waffe um professionell Amy zu schützen, diese war glücklich, ihn endlich wieder mal leibhaftig zu sehen. Da näherte sich ihm einer der Kerle, da riss er seine Waffe hoch, warf sie Amy zu, die zum Glück inzwischen sich automatische Reflexe ganz unbewusst angewöhnt hatte, dann stieß er dem Kerl mit einer Technik, die Kampfsportler gern machen, diesen gekonnt zu Boden. Hannibal raufte sich gerade ständig rollend am Boden, sein Anzug, konnte er auf jeden Fall danach entsorgen, das war ihm klar, aber es ging ja um wichtigeres, so beendete er den Bodenkampf mit einem Ellenbogenstoß, dem er unter das Kinn des Gegners platzierte. Die Nummer drei hatte sich Murdock gekrallt, doch der Mann war kräftiger, als der arme Kerl, er wurde hat mit seinem Kopf gegen die Tür des Van geschleudert, doch da griff B.A. sich den Kerl, setzte den Schläger mit einer geraden Rechten ausser Betrieb. „Wo hast du das Beweismittel, Face? „,fragte der Anführer des A-Teams ihn. „Wieso ich, ich habe doch gar nichts mehr, das war mir doch viel zu gefährlich damit umher zu schleppen, vor meiner Flucht, wo sie mich festgehalten hatten, wäre dass doch nur unnötiger Ballast, ich wusste ja das die Kerle das uns selber bewachen werden das Beweismittel! Alle blickten ihn sehr irritiert an! Dieser genoss die Aufmerksamkeit aller und a die Bösen Kerle ja unter Kontrolle waren, ging er plötzlich mit einem zufriedenen Blick aufgesetzt und dazu sehr aufgemuntert pfeifend zu dem Wagen des Banditenchefs. Hier öffnete er die Beifahrertür, sagte dann lachend: „Also dass die Leute heutzutage immer alles wichtige im Handschuhfach liegen lassen und vergessen!“, er entnahm das Material, was er den Burschen entwendet hatte und reichte es an Amy weiter. „Das ist nur ein verspätetes Nikolausgeschenk von uns an dich Amy! Das wird ein Wahnsinns Bericht werden!“, nickte er ihr zu. „Ach ja, die Gesellschaft von denen war mir nicht überzeugend genug, also ich komme zu Dir am Feiertag!“, antwortete er ungefragt und blinzelte Ihr verschwörerisch zu.
Ein paar Tage später.
Face kauft sich gerade eine Zeitung am Kiosk. Auf dem Titelblatt steht Amys Bericht. Lächelnd liest er ihn durch, während er durch die Stadt läuft. Er muss noch mal zum Arzt zur Nachkontrolle. Doch der Arzt lässt ihn schnell wieder gehen, da alles verheilt ist und er auch keine Schmerzen mehr hat. Nachher macht er sich auf nach Hause. Dort angekommen wird gerade sein neues Sofa geliefert, was die Jungs ihm bezahlen. Nachdem dieses auch heil am richtigen Platz steht und das Alte entsorgt ist, packt Face seine Geschenke zusammen und macht sich zu Fuss auf den Weg zu Amy.
Bei Amy sitzen alle schon im Wohnzimmer. „Face drückt sich doch etwa nicht?“, fragt Murdock mit einem Blick zur Uhr. Im selben Augenblick klingelt es an der Tür. Amy geht aufmachen. Vor der Türe steht zwar ein wenig ermüdeter Face, aber einer mit einem strahlenden Lächeln. „Guten Abend“, sagt er dann höflich und tritt ein. Tief durch atmend zieht er seine Jacke aus. Mit eher schweren Herzens betritt er das Wohnzimmer. Brav begrüsst er die Jungs und Amy, die aber gleich wieder in die Küche verschwinden muss, da sonst ihr Braten noch anbrennt. Face setzt sich brav auf das Sofa, doch man merkt dass ihm das Ganze hier ziemlich ungeheuer ist. Es herrscht völlige Stille. Face betrachtet den schönen und grossen Weihnachtsbaum. Amy hat ihn sehr schön geschmückt. Das erinnert Face an seine Kindheit. Im Heim hatten sie immer alle zusammen den Baum geschmückt. Und am Abend sassen sie dann alle ringsherum und sangen Weihnachtslieder. Doch auch dort hatte er sich nie so richtig wohl gefühlt. Ihm hat einfach immer die Familie gefehlt und das hatten dann auch schnell die Nonnen im Heim gemerkt und liessen ihn in Ruhe, wenn er sich zurückzog. Da wird Face plötzlich aus seinen Erinnerungen gerissen. „Face möchtest du auch einen Punsch“, fragt Hannibal, der nun vor ihm steht mit einer heissen Punschtasse in der Hand. „Ja gerne“, antwortet Face immer noch etwas in Gedanken versunken. Da er immer noch in Gedanken ist, erschreckt er sich recht, als er die heisse Tasse in den Händen hält, da diese wirklich sehr heiss ist. Schnell stellt er sie auf das Tischchen ab, das gerade neben ihm steht. Die Jungs lachen sich fast kaputt. „Wo bist du denn schon wieder mit deinen Gedanken?“, fragt B.A., während er versucht sich wieder einzukriegen. Doch Face muss gar nicht mehr antworten, denn da kommt die erlösende Stimme von Amy aus der Küche. „Jungs, es gibt Essen!“ Und so vergeht der Abend noch richtig schön. Face ist nicht mehr so verkrampft und lächelt auch zwischen durch mal. Was denn Colonel sehr erfreut, er hatte sich schon Sorgen gemacht, doch die sind anscheinend unbegründet. Am Schluss als alle gegessen haben, die Küche auch schon aufgeräumt ist und die Geschenke schon ausgepackt waren und sie gesungen hatten, waren alle ziemlich müde. Und da passierte es. Alle sassen auf dem sehr langen Sofa von Amy und schliefen ein. Amy am Ende an Murdock gelehnt. Dann Murdock an Face gelehnt. Und Face am Schluss noch auf B.A gelehnt. Nur Hannibal kann nicht schlafen. Er deckt das äusserst niedlich aussehende Team zu, so das niemand frieren muss, da es doch schon langsam kalt wird. Glücklich lächelnd setzt er sich auf den Sessel, welcher noch frei ist und schnappt sich eine Zigarre und geniesst die Ruhe.
Der Briefträger kommt gerade um die Ecke. Er klingelt an der Haustüre und Jonny öffnet sie schnell. „Hier, Kleiner, du bist doch Jonny Morgan oder?“, fragt der Briefträger. „Ja, Sir, der bin ich“, antwortet Jonny schon ganz gespannt was in dem Paket ist. Als der Briefträger wieder gegangen ist, öffnet Jonny das Paket in Ruhe in seinem Zimmer. Zuerst kommt ein kleiner Brief zum Vorschein. Jonny liest ihn schnell durch, darauf steht:
„Danke für deine Hilfe. Wir haben unseren Freund heil wieder gefunden.
Fröhliche Weihnachten und alles Gute.“
Mit freundlichen Grüssen
Hannibal Smith“
Lächelnd schaut Jonny nach, was noch im Paket ist. Dort liegt eine kleine Spielzeug Waffe. Und bei ihr hängt noch ein kleiner Zettel dran. „Damit dir nicht das gleiche passiert wie unserem Freund“, steht da drauf.
2008 Copyright by Janina & Ltnd .Faceman (Schwarz= Janina Blau=Ltnd. Faceman)